Windward Bio beantragt Nasdaq-Börsengang – Basler Biotech wagt den Sprung aufs US-Parkett

- Windward Bio hat am Freitag, 23. Oktober 2026, Unterlagen für einen Börsengang an der Nasdaq bei der SEC eingereicht.
- Geplantes Kürzel: WWB, Segment Nasdaq Global Market. Zu Volumen und Preisspanne gibt es noch keine Angaben.
- Das Basler Biotech hat bisher rund USD 365 Mio. von Investoren gesichert, darunter eine USD-165-Mio.-Runde unter Führung von OrbiMed.
- Leitkandidat WIN378 ist ein Anti-TSLP-Antikörper, der in Phase 2/3 bei Asthma und in Phase 2 bei COPD getestet wird.
Windward Bio will an die Börse. Das Basler Biotech hat bei der US-Börsenaufsicht SEC die Unterlagen für einen Nasdaq-Börsengang eingereicht. Nach nur gut zwei Jahren Firmengeschichte ist das ein starkes Signal.
Was passiert ist
Am Freitag, 23. Oktober 2026, hat Windward Bio seine Registrierungsunterlagen bei der SEC eingereicht. Die Aktien sollen am Nasdaq Global Market unter dem Kürzel WWB gehandelt werden. Wie viele Aktien ausgegeben werden und zu welchem Preis, ist noch offen. Die Meldung nennt weder Volumen noch Preisspanne. Als Konsortialbanken werden Jefferies, TD Cowen, Piper Sandler und UBS genannt.
Das Unternehmen entwickelt langwirksame Antikörper gegen Asthma, COPD und entzündliche Hauterkrankungen. CEO ist Luca Santarelli. Sitz ist Basel. Gegründet wurde die Firma 2024.
Wer investiert
Windward hat nach Angaben aus dem Antrag bisher bis zu USD 365 Mio. von Investoren eingesammelt. Teil davon ist eine Runde über USD 165 Mio., die OrbiMed anführte. Mit dabei waren Novo Holdings und Omega Funds. Vor dem Börsengang hält Novo Holdings laut den Unterlagen 14,5 Prozent, Fonds von Blue Owl Capital halten 5,9 Prozent. Weitere grosse Aktionäre sind SR One, RTW Investments und CEO Santarelli selbst.
Pipeline und Marktumfeld
Der Leitkandidat heisst WIN378. Es ist ein Antikörper gegen TSLP, einen Botenstoff, der bei Entzündungen der Atemwege eine zentrale Rolle spielt. Er befindet sich bei Asthma in Phase 2/3 und bei COPD in Phase 2. Dazu kommt WIN027, ein Bispezifischer gegen TSLP und IL-13 in Phase 1. Medienberichten zufolge stammen die Wirkstoffe aus Lizenzen chinesischer Partner, genannt werden Kelun-Biotech, Harbour BioMed und Qyuns. Welcher Partner welchen Kandidaten liefert, geht aus den vorliegenden Berichten nicht klar hervor.
Das Modell ist bekannt: Wirkstoffe aus Asien einlizenzieren, in Europa und den USA schnell durch die Klinik bringen, dann Kapital am US-Markt holen. Es funktioniert, solange die Daten halten und das Börsenfenster offen bleibt.
Unsere Einordnung
Ein Börsenantrag nach zwei Jahren ist selten. Er zeigt, wie viel Vertrauen Windward bei Spezialinvestoren geniesst. Gleichzeitig ist es erst ein Antrag. Ob und wann gelistet wird, hängt vom Markt ab. Wir bleiben positiv, aber nüchtern.
Für die Schweiz ist der Fall wichtig. Basel hat Kapital, Talent und Partner. Was fehlt, ist ein starker Heimmarkt für Wachstumskapital im Biotech. Wer gross werden will, geht an die Nasdaq. Das ist kein Vorwurf an Windward, sondern ein Auftrag an unser Ökosystem. Gelingt der Gang, stärkt er den Standort Basel. Und er macht Mut für die nächste Generation von Gründerteams.
Zum Startup
- Name
- Windward Bio
- Phase
- Growth
- Letzte Runde
- USD 165 Mio. (Crossover, 2026)
- Kanton
- Basel-Stadt
Quelle: globalbankingandfinance.com
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