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Atios ist in 53 Ländern installiert – Urner Smart-Home-Startup bringt KNX und DALI aufs Handy

Redaktion·26. Okt. 2026·3 Min.
Atios ist in 53 Ländern installiert – Urner Smart-Home-Startup bringt KNX und DALI aufs Handy
In 30 Sekunden gelesen
  • Atios-Geräte sind laut Firma in 53 Ländern im Einsatz.
  • Die Produkte verbinden KNX- und DALI-Gebäudetechnik per Matter mit Apple Home und Google Home.
  • Atios hat keine externen Investoren; 2024 übernahm WAGO die Funksparte, das Team wuchs auf zehn Personen.
  • Als Nächstes plant das Startup einen KI-Konfigurator für die Planung von Smart-Home-Installationen.

Ein kleines Startup aus Uri schafft, was vielen grossen Anbietern schwerfällt. Es macht robuste Gebäudetechnik smart. Und das in 53 Ländern.

Was passiert ist

Atios meldet Installationen in 53 Ländern. Die Geräte steuern laut Medienbericht über 50'000 Lichter, Storen und Heizzonen. Auf der Firmen-Website führt Atios die Zahl der Einsatzländer ebenfalls auf. Neu sind exklusive Vertriebsdeals für Australien, Neuseeland und Grossbritannien.

Die Idee entstand im eigenen Büro. Die Gründer Janick Zwyssig und Malte Göller wollten ihre Türen per Apple Home oder Google Home öffnen. Daraus wurde ein Produkt. Laut Bericht gab es 2018 einen Prototyp und 2019 den ersten Kunden.

Was Atios baut

Die Geräte sitzen im Sicherungskasten. Sie verbinden bestehende Systeme wie KNX und DALI über den Matter-Standard mit Apple Home und Google Home. Zum Sortiment gehören die KNX Bridge und SmartCore, ein Matter-fähiges Gerät mit DALI-2-Master. Die Firma nennt ihre Produkte Swiss-engineered Bridges.

Der Vertrieb läuft über Grosshändler an Elektro- und Gebäudetechnik-Installateure, über den eigenen Webshop und über Partner in Europa, im Nahen Osten und in Asien.

Wer dahintersteht

Atios hat bisher keine externen Investoren. Im Februar 2024 übernahm WAGO die Funksparte des Unternehmens. Das WAGO-Produkt ist seit März 2026 auf dem Markt. Das Atios-Team wuchs laut Bericht auf zehn Personen.

Markt und Technologie

KNX und DALI sind zuverlässig, aber nicht für das Handy gebaut. CEO Malte Göller sagt, sie liessen sich nicht ohne Weiteres über das Smartphone bedienen. Genau hier setzt Matter an. Der Standard soll Geräte verschiedener Hersteller zusammenbringen. Wer die Brücke zwischen alter Profi-Technik und neuer Consumer-Welt baut, hat einen grossen Markt vor sich. Denn Gebäude werden selten neu gebaut, aber ständig nachgerüstet.

Der nächste Schritt ist ein KI-Konfigurator. Er soll aus Anforderungen in normaler Sprache Produktauswahl, Installationsschema und ETS-Datei erzeugen. Atios will so Planung und Konfiguration um etwa den Faktor zehn beschleunigen. Das ist ein Ziel des Unternehmens, noch kein Ergebnis.

Unsere Einordnung

Das gefällt uns. Atios löst ein echtes Problem für Installateure. Es braucht keinen Hype, sondern nur Geräte, die funktionieren. 53 Länder ohne Investorengeld sind ein starkes Zeichen für Produktqualität. Der Verkauf der Funksparte an WAGO hat das Fokus-Risiko gesenkt. Die Frage ist jetzt der KI-Konfigurator. Wenn er hält, was er verspricht, wird aus dem Gerätehersteller eine Plattform für Planer. Wir beobachten das genau.

Zum Startup

Name
Atios
Phase
Bootstrapped
Letzte Runde
Keine externen Investoren
Kanton
Uri
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Quelle: atios.ch

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