Turiq startet KI-Plattform für Finanzinstitute – ETH-Studenten und Ex-UBS-Chefökonom Wellershoff als Team

- Turiq positioniert sich als Betriebssystem für KI-native Finanzhäuser und wird in Zürich gebaut.
- Laut Medienbericht stehen Klaus Wellershoff sowie die ETH-Studenten Ryan Fuchs und Boris Kantor hinter dem Startup.
- Die Idee entstand an einem Hackathon der Swiss AI Weeks im September 2025.
- Kundendaten werden nicht zum Training der KI-Modelle verwendet; Finanzierung ist nicht bekannt.
Ein Hackathon, 36 Stunden, vier Studenten. Ein Jahr später steht daraus ein Startup, das Banken und Vermögensverwalter ansprechen will.
Was passiert ist
Turiq geht an den Start. Laut Medienbericht gründet Klaus Wellershoff, Chef von Wellershoff & Partners und früherer UBS-Chefökonom, das Startup mit ETH-Studenten. Ryan Fuchs ist CEO, Boris Kantor CTO. Beide studieren Informatik an der ETH. Wellershoff gründete zuvor Zwei Wealth, das laut Bericht 2025 von Swiss Life übernommen wurde.
Die Wurzeln liegen im September 2025. An einem Hackathon der Swiss AI Weeks in St. Gallen bauten vier ETH-Studenten einen Prototyp in 36 Stunden. Danach wurde er rund ein Jahr im Alltag von Wellershoff & Partners getestet.
Was Turiq macht
Auf der Website nennt sich Turiq ein Betriebssystem für KI-native Finanzhäuser. Es soll eine Intelligenzschicht von der Anlagechefin bis zum Kundenberater sein. Agenten halten eine gemeinsame Strategie aktuell, statt dass Meetings das tun. Laut Bericht ordnet die Plattform Marktinformationen ein, bereitet Anlageentscheide vor und hilft bei massgeschneiderter Kundenkommunikation. Nutzer steuern Quellen und Kriterien und geben Ergebnisse frei.
Datenschutz ist Teil des Pitchs. Turiq trainiert nach eigenen Angaben nicht mit Kundendaten. Gebaut wird in Zürich. Für den Betrieb gilt laut Bericht ein Bring-your-own-Cloud-Modell. Der Markteintritt ist zuerst in der Schweiz und im deutschsprachigen Raum geplant.
Markt und Wettbewerb
Finanzhäuser sind vorsichtig mit KI. Datensouveränität entscheidet oft über den Zuschlag. Turiq setzt genau dort an. Der Wettbewerb ist gross, von grossen Software-Anbietern bis zu Spezialisten für Wealth-Management. Erste externe Kunden hat Turiq laut Bericht schon gewonnen. Namen, Finanzierung und Umsatz nennt das Startup bisher nicht. Das lässt sich noch nicht bewerten.
Unsere Einordnung
Der Mix gefällt uns. Junge Entwickler, die schnell bauen, und ein Gründer, der die Branche kennt und Türen öffnet. Die Schweiz hat die Kunden, die Daten und die Sorgfalt, die dieses Produkt braucht. Aber ein Slogan ist kein Beleg. Entscheidend sind zahlende Häuser im Betrieb und echte Pilotprojekte. Bis dahin bleibt Turiq ein spannendes Versprechen, das wir im Auge behalten.
Quelle: turiq.ch
Mehr aus der Szene
Produkt-UpdateAtios ist in 53 Ländern installiert – Urner Smart-Home-Startup bringt KNX und DALI aufs Handy
Expansion49ing bringt Hockey-AI ins Unihockey und prüft Series A – bootstrapped auf über 500 Kunden
Finanzierung