49ing bringt Hockey-AI ins Unihockey und prüft Series A – bootstrapped auf über 500 Kunden

- 49ing wandelt TV-Bilder von Spielen in Daten und durchsuchbares Video um.
- Die Firma meldet über 500 Kunden und ein Wachstum von über 100 Prozent zum Vorjahr.
- Bisher floss CHF 2 Mio. von Privatinvestoren; eine Series A ist in Gesprächen, ohne genannten Betrag.
- Neu zahlen erste Kunden für die Unihockey-Lösung in der Schweiz.
Ein Zürcher Sport-Startup wächst leise und profitabel genug, um ohne Venture Capital weit zu kommen. Jetzt öffnet 49ing die Tür zu einer Series A.
Was passiert ist
49ing erweitert seine Hockey-AI-Plattform auf Unihockey. Laut Medienbericht zahlen bereits mehrere Kunden in der Schweiz vor der kommenden Saison. Zudem testete die Firma Feldhockey und Lacrosse. Parallel spricht sie mit Investoren über eine Series A. Einen Betrag nennt das Unternehmen nicht. Das Geld soll in Vertrieb und Marketing fliessen.
Was 49ing macht
Die Plattform verwandelt Fernsehbilder in Daten. Das Data Cockpit bietet Spielertracking, Videoindexierung, erweiterte Statistiken und durchsuchbare Spielaufnahmen. Dazu kommt das Player Cockpit, eine persönliche Seite für Spieler mit Karrierestatistik, Highlights und KI-Coach. Auf der Website nennt sich 49ing offizieller Datenanbieter der National League. Die Firma sitzt in Erlenbach am Zürichsee.
Wachstum und Geld
Die Zahlen kommen vom Unternehmen. Über 500 Kunden nutzen die Plattform, darunter Ligen, Teams, Scouts und Verbände. Die internationale Expansion startete 2025, das Wachstum liegt seither über 100 Prozent im Jahresvergleich. Der Umsatz liegt im einstelligen Millionenbereich. Finanziert wurde bisher mit eigenen Mitteln und CHF 2 Mio. von Freunden und Privatinvestoren.
Markt und Wettbewerb
Sportdaten sind ein Wachstumsfeld. Kameras und Sensoren sind teuer. Wer aus normalem TV-Video brauchbare Daten holt, senkt die Hürde für kleine Ligen und Nachwuchsprogramme. Der Eishockey-Markt ist klar abgegrenzt. Das hilft beim Aufbau. Unihockey ist ein logischer Zwischenschritt: ähnliche Spielweise, grosse Schweizer Basis. Spannend wird, ob das Modell in weiteren Sportarten funktioniert.
Unsere Einordnung
Wir mögen diese Geschichte. 49ing hat zuerst Kunden gewonnen und erst dann über Kapital gesprochen. Das ist selten und gesund. Die Series A kommt aus einer Position der Stärke. Trotzdem gilt: Wachstum von über 100 Prozent bei einstelligem Millionenumsatz braucht Vertrieb, nicht nur Technik. Wenn die Runde gelingt, hat die Schweiz ein weiteres Sport-Tech-Startup mit internationalem Anspruch. Gut so.
Zum Startup
- Name
- 49ing
- Phase
- Bootstrapped
- Letzte Runde
- CHF 2 Mio. von Privatinvestoren
- Kanton
- Zürich
Quelle: 49ing.ai
Mehr aus der Szene
Produkt-UpdateAtios ist in 53 Ländern installiert – Urner Smart-Home-Startup bringt KNX und DALI aufs Handy
Produkt-UpdateTuriq startet KI-Plattform für Finanzinstitute – ETH-Studenten und Ex-UBS-Chefökonom Wellershoff als Team
Finanzierung