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FinanzierungVerifiziert

Distalmotion sichert sich bis zu USD 70 Mio. Kredit – OP-Roboter Dexter zielt auf US-Ambulatorien

Redaktion·25. Okt. 2026·3 Min.
Distalmotion sichert sich bis zu USD 70 Mio. Kredit – OP-Roboter Dexter zielt auf US-Ambulatorien
In 30 Sekunden gelesen
  • Distalmotion erhält eine Kreditfazilität von bis zu USD 70 Mio. (Senior Secured Term Loan) von Perceptive Advisors.
  • Das Geld soll den Ausbau in den US-Ambulatorien (ASC) und die Weiterentwicklung des OP-Roboters Dexter samt Instrumenten finanzieren.
  • Dexter ist in den USA unter anderem für Gallenblasen-, Leisten- und Bauchwandbruch-Operationen sowie Hysterektomien freigegeben.
  • CEO Greg Roche will damit die US-Präsenz im Vertrieb stärken.

Distalmotion bekommt frisches Geld, aber diesmal als Kredit. Der OP-Roboter-Hersteller aus der Region Lausanne sichert sich bis zu USD 70 Mio. von Perceptive Advisors. Das Ziel ist klar: mehr Dexter in amerikanischen Ambulatorien.

Was passiert ist

Laut der Firmenmitteilung hat Distalmotion eine Kreditfazilität von bis zu USD 70 Mio. vereinbart. Es handelt sich um einen Senior Secured Term Loan. Geber ist Perceptive Advisors, eine globale Investmentfirma für den Gesundheitssektor. Die Formulierung „bis zu“ heisst: Der Betrag steht als Rahmen bereit. Wie viel davon wann fliesst, nennt die Firma nicht.

Das Geld soll zwei Dinge bezahlen. Erstens den Ausbau in den sogenannten Ambulatory Surgery Centers, kurz ASC. Das sind spezialisierte Operationszentren, in denen Patienten am selben Tag nach Hause gehen. Zweitens die weitere Entwicklung des Dexter-Systems und seiner Instrumente. CEO Greg Roche sagt, die Finanzierung helfe, die US-Wachstumsstrategie zu beschleunigen und die kommerzielle Präsenz zu stärken.

Wer finanziert

Perceptive Advisors ist der alleinige Geldgeber, der in der Mitteilung genannt wird. Portfoliomanager Sam Chawla sagt: „DEXTER is purpose-built for the ongoing shift of high-volume surgery to the ASC, where efficiency is paramount.“ Auf Deutsch: Dexter sei genau für die Verlagerung grosser Operationsvolumen in die ASC gebaut, wo Effizienz zählt.

Der Markt: Operieren ausserhalb des Spitals

Dexter ist ein Roboter für Weichteil-Chirurgie mit voll beweglichen Einweg-Instrumenten. Er hat einen kleinen, mobilen Fussabdruck und passt laut Firma in jeden OP-Raum. Er lässt sich zwischen Räumen verschieben. Die Konsole ist steril und steht nahe am Patienten. Die Architektur ist offen und soll mit bestehender und künftiger OP-Technik zusammenarbeiten.

In den USA deckt die Freigabe die vier häufigsten ambulanten Weichteil-Eingriffe ab: Gallenblasenentfernung, Leistenbruch, Bauchwandbruch und Hysterektomie, dazu weitere Indikationen. In Europa ist das System für urologische, allgemeinchirurgische und gynäkologische Laparoskopie zugelassen. Beide Märkte sind kommerziell erschlossen.

Der Zug in die ASC ist logisch. Grosse Robotersysteme brauchen viel Platz und Infrastruktur. Ein kleiner Roboter passt dort besser hin, wo jede Minute und jeder Quadratmeter zählt.

Unsere Einordnung

Ein Kredit statt einer Kapitalrunde: Das ist ein Signal. Wer Fremdkapital im grossen Stil bekommt, hat aus Sicht des Geldgebers planbare Einnahmen. Gesundheitsinvestoren wie Perceptive prüfen genau, bevor sie einen solchen Rahmen aufspannen. Das ist ein Vertrauensbeweis für das Geschäftsmodell.

Gleichzeitig gilt: Ein Kredit muss zurückgezahlt werden. Die Konditionen sind nicht öffentlich. Distalmotion muss in den ASC also liefern, und zwar Stückzahlen und Eingriffe. Der Markt ist gross, der Wettbewerb gegen die etablierten Robotik-Anbieter hart. Wir finden: Die Strategie ist mutig und konsequent. Dass ein Westschweizer Medtech die Chirurgie in den USA mitprägen will, ist ein starkes Zeichen für den Standort Schweiz.

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Name
Distalmotion
Phase
Growth
Letzte Runde
USD 150 Mio. (2025)
Kanton
Waadt
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Quelle: distalmotion.com

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