RAROG holt CHF 150'000 von Venture Kick – Funksignale sollen Vermisste retten

- Das Zürcher ETH-Spin-off RAROG erhält CHF 150'000 aus der dritten Venture-Kick-Stufe.
- RAROGs tragbarer Detektor ortet Vermisste über Funksignale von Smartphones und Wearables – auch ohne Mobilfunknetz.
- Erste Systeme sind in den Wicklow Mountains (Irland) und den Schweizer Alpen im Einsatz.
- Das Geld fliesst in CE-Kennzeichnung, erste Serienproduktion und Markteintritt; parallel läuft eine Pre-Seed-Runde.
Ein Zürcher ETH-Spin-off will Vermisste schneller finden – über die Funksignale ihrer eigenen Geräte. Dafür gibt es jetzt CHF 150'000 von Venture Kick.
Was passiert ist
RAROG hat die dritte und höchste Stufe von Venture Kick gewonnen und erhält CHF 150'000. Das Startup ist erst rund neun Monate alt und ging aus UPortunity hervor, dem Startup-Accelerator der ETH Zürich. Das Geld soll helfen, das Produkt während laufender Pilotprojekte fertigzustellen, die CE-Kennzeichnung abzuschliessen, eine erste Serie zu produzieren und in den Markt einzutreten. Parallel sammelt RAROG eine Pre-Seed-Runde bei privaten Investoren ein.
Wie die Technik funktioniert
Der tragbare Detektor von RAROG fängt Funksignale auf, die Smartphones, Smartwatches, Brillen oder sogar medizinische Geräte wie Insulinpumpen ständig aussenden. So lassen sich vermisste Personen orten – auch dort, wo das Mobilfunknetz nicht mehr reicht. Genau das ist bei Rettungseinsätzen in den Bergen der Knackpunkt. Erste Systeme sind bereits im Einsatz, von den Wicklow Mountains in Irland bis in die Schweizer Alpen. Hinter der Firma stehen die Gründer Alexander Marinšek, Uroš Hudomalj und Marko Hudomalj.
Was Venture Kick bedeutet
Venture Kick fördert Schweizer Jungfirmen in drei Stufen mit bis zu CHF 150'000. Wichtiger als das Geld ist oft das Signal: Wer die dritte Stufe schafft, hat eine harte Jury und mehrere Bewertungsrunden überstanden. Für ein Hardware-Startup, das ein zertifiziertes Rettungsgerät bauen will, ist das ein nützlicher Vertrauensbeweis vor der Pre-Seed-Runde.
Unsere Einordnung
Das ist eine der sympathischsten Startup-Geschichten des Sommers – und technisch clever noch dazu. RAROG dreht ein bekanntes Problem um: Statt neue Sender an Vermisste zu verteilen, nutzt die Firma die Geräte, die fast alle ohnehin dabeihaben. Der Weg bleibt trotzdem steil. CE-Zertifizierung, Serienproduktion und der Vertrieb an Rettungsorganisationen brauchen Zeit, Geld und Geduld. CHF 150'000 sind ein Startschuss, keine Ziellinie. Entscheidend wird die Pre-Seed-Runde: Sie muss gross genug sein, um von den Pilotprojekten zu echten Verkäufen zu kommen. Wir drücken die Daumen – und schauen genau hin, ob aus den Alpen-Pilots zahlende Kunden werden.
Zum Startup
- Name
- RAROG
- Phase
- Pre-Seed
- Letzte Runde
- CHF 150'000 (Venture Kick, 2026)
- Kanton
- Zürich
Quelle: venturekick.ch
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