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Wingtra holt 23 Millionen Euro für die globale Expansion

Redaktion·15. Aug. 2024·4 Min.
Wingtra holt 23 Millionen Euro für die globale Expansion
In 30 Sekunden gelesen
  • Wingtra schliesst eine Series B1 über 23 Mio. Euro ab.
  • Investoren kommen aus den USA, der Schweiz und Österreich.
  • Das Geld fliesst in globale Expansion und die Plattform WingtraCLOUD.
  • Wingtra baut VTOL-Vermessungsdrohnen aus Zürich.

Das Zürcher Drohnen-Startup Wingtra hat eine Series-B1-Runde über 23 Millionen Euro abgeschlossen. Das Kapital kommt von US-amerikanischen, Schweizer und österreichischen Fonds und Family Offices — und soll die globale Expansion beschleunigen.

Wer investiert

Zu den Geldgebern zählen Brick & Mortar Ventures, DiamondStream Partners, Cadence Growth Capital, EquityPitcher Ventures, Helvetic Trust, RKKVC, Spectrum Moonshot Fund, Spring Mountain Capital und SymbiaVC. Die Mischung aus internationalen VCs und Family Offices zeigt, dass Wingtras Technologie weit über die Schweiz hinaus Vertrauen geniesst.

Was Wingtra baut

Wingtras Drohnen starten senkrecht wie ein Helikopter und fliegen dann wie ein Flugzeug — das VTOL-Prinzip. So kartieren sie grosse Flächen schnell und zentimetergenau, ohne Startbahn. Genutzt wird das von Vermessern, Minen sowie Bau- und Agrarfirmen weltweit, überall dort, wo grosse Areale exakt erfasst werden müssen.

Wohin das Geld fliesst

Ein Schwerpunkt liegt auf WingtraCLOUD, der Plattform, die aus den Flugdaten fertige Karten und die Zusammenarbeit im Team macht. Damit verschiebt sich Wingtra von reiner Hardware hin zu einem kombinierten Hardware-Software-Angebot — dorthin, wo die wiederkehrenden Umsätze liegen.

Der Weg bis hierhin

Es ist nicht Wingtras erste Runde. Zuvor sammelte das Unternehmen unter anderem eine Series A über 10 Millionen Dollar und später rund 22 Millionen Dollar ein. Die Series B1 ist der nächste Schritt einer kontinuierlichen Wachstumsgeschichte — und ein Signal, dass Investoren dem Zürcher Team den Sprung in die Weltspitze zutrauen.

Der Markt und die Konkurrenz

Der Markt für Drohnen-Vermessung wächst seit Jahren zweistellig, getrieben von Digitalisierung im Bau, Rohstoffabbau und Präzisionslandwirtschaft. Doch mit dem Wachstum kommt Konkurrenz aus den USA und China, oft mit günstigeren Modellen. Wingtras Antwort ist das Premium-Segment: Präzision und Zuverlässigkeit für Profis, denen Genauigkeit wichtiger ist als der Preis.

Ausblick

Die nächste Stufe ist mehr Autonomie und eine engere Verzahnung von Hardware und Software. Je selbstverständlicher Vermesser mit WingtraCLOUD arbeiten, desto schwerer sind sie zu ersetzen. Mit frischem Kapital will Wingtra dieses Ökosystem schneller ausbauen als die internationale Konkurrenz.

Unsere Einordnung

23 Millionen Euro sind im aktuellen Umfeld ein starkes Signal — gerade für Hardware, die als kapitalintensiv und schwer skalierbar gilt. Unsere Einschätzung: Der eigentlich spannende Teil ist WingtraCLOUD. Wer im Drohnengeschäft nur Flugeräte verkauft, konkurriert über den Preis. Wer die Software und die Daten besitzt, bindet Kunden langfristig. Genau dorthin bewegt sich Wingtra — und das ist klüger als jede zusätzliche Drohne.

Zum Startup

Name
Wingtra
Phase
Series B
Letzte Runde
€23 Mio. (Series B1, 2024)
Kanton
Zürich
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Quelle: crunchbase.com

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