Vaderis sichert sich USD 152 Mio. Series B für seine Osler-Therapie

- Vaderis Therapeutics aus Basel schliesst eine überzeichnete Series B über USD 152 Mio. ab.
- Angeführt wird die Runde von Life Sciences at Goldman Sachs Alternatives und TCGX, mit EQT Life Sciences, Omega Funds, Perceptive und weiteren.
- Das Geld finanziert die globale Phase-3-Studie HEROIC mit engasertib gegen Morbus Osler (HHT).
- engasertib wäre die erste zugelassene Therapie speziell gegen HHT – bisher gibt es keine.
Ein Basler Biotech spielt oben mit: Vaderis Therapeutics hat eine überzeichnete Series B über USD 152 Mio. abgeschlossen. Damit schickt das Unternehmen seinen Wirkstoff engasertib in die entscheidende Phase 3.
Was passiert ist
Vaderis mit Sitz in Basel entwickelt Therapien gegen seltene Gefässerkrankungen. Mit dem frischen Kapital startet die Firma HEROIC, ihre globale Phase-3-Studie mit engasertib (VAD044). Der Wirkstoff ist eine einmal täglich einzunehmende Tablette, ein sogenannter allosterischer AKT-Hemmer. Zielkrankheit ist die hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie, kurz HHT, auch bekannt als Morbus Osler. Für diese seltene, erbliche Gefässerkrankung gibt es bis heute weltweit keine zugelassene Therapie. engasertib könnte die erste werden.
Wer investiert
Die Runde führen Life Sciences at Goldman Sachs Alternatives und TCGX gemeinsam an. Mit an Bord sind Omega Funds, EQT Life Sciences, Perceptive, Medicxi und Kalehua Capital Partners sowie die bestehenden Investoren Medicxi und Droia. Dass gleich mehrere spezialisierte Life-Sciences-Fonds mitziehen und die Runde überzeichnet war, zeigt: Das Vertrauen in die Daten ist gross. Vaderis reicht das Kapital nach eigenen Angaben bis zu einer möglichen US-Zulassung von engasertib.
Warum das medizinisch zählt
HHT betrifft die Blutgefässe: Sie bilden sich fehlerhaft und bluten immer wieder, oft aus Nase und Darm. Betroffene leben mit Blutarmut und ständiger Unsicherheit. Bisher behandeln Ärztinnen und Ärzte nur die Symptome. Vaderis setzt am Mechanismus an. Grundlage der Studie sind positive Proof-of-Concept- und Langzeitdaten, die im New England Journal of Medicine erschienen sind und Verbesserungen über mehrere Krankheitsmasse zeigten. HEROIC ist die erste Phase-3-Studie mit einem Molekül, das gezielt für HHT entwickelt wurde.
Unsere Einordnung
Das ist eine der stärksten Biotech-Runden des Jahres mit Schweizer Wurzeln. Basel bleibt ein Magnet für spezialisiertes Kapital, gerade bei seltenen Krankheiten mit klarer medizinischer Lücke. Bemerkenswert ist die Disziplin: Vaderis hat mit sauberen Daten überzeugt, statt nur mit einer grossen Geschichte. Jetzt zählt die Ausführung. Eine Phase 3 ist teuer, langwierig und riskant. Gelingt sie, hätte Vaderis nicht nur ein Medikament, sondern einen ganzen Markt für sich. Wir behalten den Fortschritt der HEROIC-Studie im Auge.
Zum Startup
- Name
- Vaderis Therapeutics
- Phase
- Series B
- Letzte Runde
- USD 152 Mio. (Series B, 2026)
- Kanton
- Basel-Stadt
Quelle: prnewswire.com
Mehr aus der Szene
InternationalMistral holt EUR 3 Mrd. – Europas grösste Tech-Runde und ein Weckruf für die Schweizer KI-Debatte
FinanzierungFörder-Ticker KW 37: Genf verteilt CHF 500'000, das Tessin knackt erstmals die 100er-Marke
Finanzierung