Trust Square holt Onchain Foundation und Inacta Ventures als strategische Aktionäre

- Die Onchain Foundation ist über eine strategische Investition Aktionärin der Zürcher Trust Square Ecosystem AG geworden; die Höhe der Investition wurde nicht genannt.
- Zeitgleich ist Inacta Ventures als weiterer strategischer Aktionär eingestiegen, neben der bestehenden Aktionärin The Hashgraph Association.
- Guido Schmitz-Krummacher, Managing Director der Onchain Foundation, zieht in den Verwaltungsrat von Trust Square Ecosystem AG ein.
- Das Geld soll die internationale Skalierung der drei Formate Trust Forum, Trust Circle und Trust Hive finanzieren.
Trust Square war einmal ein Blockchain-Hub an der Zürcher Bahnhofstrasse. Jetzt will die Firma ein globales Netzwerk sein – und hat sich dafür zwei neue Aktionäre geholt.
Was passiert ist
Die Trust Square Ecosystem AG hat am 19. August 2026 bekannt gegeben, dass die Onchain Foundation über eine strategische Investition Aktionärin des Unternehmens geworden ist. Im selben Zug ist Inacta Ventures als weiterer strategischer Aktionär eingestiegen. Beide reihen sich neben The Hashgraph Association ein, die bereits Aktionärin und Ökosystem-Partnerin war.
Die Höhe der Investition nennt die Mitteilung nicht. Dafür eine personelle Konsequenz: Guido Schmitz-Krummacher, Managing Director der Onchain Foundation, zieht in den Verwaltungsrat von Trust Square Ecosystem AG ein.
Wer investiert
Die Onchain Foundation ist eine Schweizer Non-Profit-Organisation, die Blockchain-Technologie fördert und Projekte rund um dezentrale Systeme unterstützt. Inacta Ventures ist ein Venture Builder mit Präsenz in der Schweiz und den Vereinigten Arabischen Emiraten, der nach eigenen Angaben mehr als 100 Startups und Unternehmen begleitet. The Hashgraph Association wiederum ist eine Schweizer Non-Profit, die die weltweite Verbreitung von Hedera-basierten Lösungen vorantreibt.
Das ist eine sehr spezifische Aktionärsstruktur: drei Organisationen, die alle im Web3-Umfeld verwurzelt sind und alle etwas davon haben, wenn Trust Square Reichweite gewinnt.
Was mit dem Geld passieren soll
Trust Square hat sein Geschäftsmodell auf drei Formate umgestellt. Das Trust Forum ist die halbjährliche Leitveranstaltung mit bis zu 250 Teilnehmenden aus Führungsetagen weltweit. Der Trust Circle ist ein Netzwerk kuratierter Treffen mit jeweils 80 bis 100 Innovatorinnen, Gründern, Investoren, Konzernvertretern, Politikern und Forschenden. Die Trust Hive schliesslich sind kurzfristig angesetzte Pop-up-Treffen zu aktuellen Themen, nur auf Einladung.
Das frische Kapital soll diese drei Formate in weitere Innovationszentren weltweit tragen. «Ein lebendiges Web3-Ökosystem lässt sich nicht allein auf Technologie aufbauen», sagt Kamal Youssefi, Verwaltungsratspräsident von Trust Square Ecosystem AG. Es entstehe durch strategische Partnerschaften und Zusammenarbeit über Blockchains hinweg.
Unsere Einordnung
Hier steckt eine ehrliche Wette drin. Trust Square verkauft keine Software und keine Hardware, sondern Zugang und Vertrauen. Das ist ein Geschäft, das entweder sehr gut funktioniert oder gar nicht. Wenn die richtigen Leute kommen, kommen mehr richtige Leute. Wenn nicht, ist es eine Konferenz unter vielen.
Auffällig ist die Offenheit, mit der Schmitz-Krummacher die Lage beschreibt: Das Blockchain-Ökosystem stehe vor erheblichen Herausforderungen, das KI-Ökosystem bewege sich aus dem Hype heraus in eine Konsolidierung. Das ist keine Marketingsprache. Und es erklärt, warum Trust Square sein Modell dreht: Ein reiner Blockchain-Hub hätte in diesem Umfeld ein Problem. Ein Format, das Blockchain- und KI-Leute an denselben Tisch bringt, hat eine Chance.
Was fehlt, ist eine Zahl. Ohne genannten Betrag lässt sich nicht beurteilen, wie weit dieses Kapital trägt. Der Verwaltungsratssitz für den Investor spricht dafür, dass es kein symbolischer Betrag war.
Quelle: trustsquare.com
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