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Swiss Champions Fund: CHF 100 Millionen gegen die Schweizer Wachstumslücke

Redaktion·19. Juli 2026·3 Min.
Swiss Champions Fund: CHF 100 Millionen gegen die Schweizer Wachstumslücke
In 30 Sekunden gelesen
  • Swiss Champions Fund lanciert mit Zielvolumen von rund CHF 100 Mio., verwaltet von TIE Capital Partners.
  • Investiert exklusiv in Venture-Leaders-Firmen als Lead oder Co-Lead in Series A und B.
  • Typische Erstinvestition CHF 3–5 Mio.; erster Zeichnungsschluss Q4 2026, erste Investments 2027.
  • Ziel: die Wachstumskapital-Lücke schliessen, damit Gründer nicht ins Ausland abwandern.

Die Schweiz bringt Weltklasse-Firmen hervor. Und verliert sie oft ans Ausland, sobald es ums grosse Geld geht. Ein neuer Fonds will das ändern.

Was passiert ist

An der 20-Jahr-Feier von Venture Leaders in Zürich haben Christian Winkler und Michael Wieser den Swiss Champions Fund lanciert. Der Wachstumsfonds hat ein Zielvolumen von rund CHF 100 Millionen und wird von TIE Capital Partners verwaltet. Er investiert ausschliesslich in Firmen aus dem Venture-Leaders-Programm – als Lead- oder Co-Lead-Investor in Series-A- und Series-B-Runden. Typische Erstinvestitionen liegen zwischen CHF 3 und 5 Millionen. Der erste Zeichnungsschluss ist für das vierte Quartal 2026 geplant, die ersten Investments folgen 2027.

Warum es den Fonds braucht

Die Lücke ist real. Das jährlich in Schweizer Startups investierte Risikokapital hat sich seit 2016 mehr als verdreifacht – von rund CHF 940 Millionen auf knapp CHF 3 Milliarden. Trotzdem bleibt der Zugang zu grossen Wachstumsrunden und internationalen Lead-Investoren eine der grössten Schwächen des Ökosystems. Die Folge: Viele Gründer holen ihr Wachstumskapital in London, Berlin oder den USA. Und geben dabei grosse Anteile ihrer erfolgreichsten Firmen ab.

Der Pipeline-Ansatz

Der Fonds setzt bewusst auf einen engen Fokus. Jedes Jahr werden rund 60 Firmen in Venture Leaders aufgenommen. Genau diese bilden die exklusive Pipeline. Der Swiss Champions Fund wird zugleich Hauptsponsor des Programms. Es ist der erste Schweizer Fonds, der sich derart spezifisch auf diese Phase und diesen Kreis konzentriert. «Die Schweiz hat kein Innovationsproblem – sie hat ein Problem mit Skalierungskapital», sagen die beiden Managing Partner.

Unsere Einordnung

Der Fonds trifft einen echten Schmerzpunkt. Die Series-B-Lücke kostet die Schweiz seit Jahren Eigentum an ihren besten Firmen. Ein dedizierter Wachstumsfonds ist überfällig. Zwei Fragen bleiben aber offen. Erstens die Grösse: CHF 100 Millionen sind ein Anfang, aber gemessen an einzelnen Series-B-Runden von über CHF 100 Millionen schnell aufgebraucht. Zweitens der enge Fokus auf Venture-Leaders-Alumni: Das schärft das Profil, schliesst aber viele starke Firmen aus. Entscheidend wird, ob der Fonds bei den grossen Runden wirklich als Lead auftreten kann und nicht nur mitläuft. Gelingt das, ist er ein wichtiges Signal: Wachstumskapital made in Switzerland. Wir verfolgen den ersten Zeichnungsschluss im vierten Quartal genau.

Quelle: venturelab.swiss

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