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ExitVerifiziert

Smixin geht nach Suzhou – der chinesische Vertriebspartner übernimmt die Bieler Aktiven

Redaktion·2. Sept. 2026·4 Min.
Smixin geht nach Suzhou – der chinesische Vertriebspartner übernimmt die Bieler Aktiven
In 30 Sekunden gelesen
  • Fullydo Technology aus Suzhou übernimmt die materiellen und immateriellen Betriebsaktiven der Bieler Smixin AG.
  • Fullydo war zuvor jahrelang der autorisierte Hauptvertriebspartner von Smixin für Greater China.
  • Marke, Combi-, Compact- und Comfort-Produktlinie sowie die Verbrauchsmaterialien bleiben erhalten.
  • Auf smixin.com ist Fullydo Technology Suzhou Co., Ltd bereits als verantwortliche Gesellschaft eingetragen.

Eine der bekanntesten Schweizer Hygiene-Innovationen wechselt den Besitzer. Fullydo Technology aus Suzhou übernimmt die Betriebsaktiven der Bieler Smixin AG – also genau jener Partner, der die Systeme bisher in China verkauft hat.

Was passiert ist

Fullydo Technology mit Sitz in Suzhou bei Shanghai hat einen definitiven Kaufvertrag über die materiellen und immateriellen Betriebsaktiven der Smixin AG unterzeichnet. Es handelt sich um einen Asset Deal: gekauft werden die Werte, nicht die Gesellschaft.

Der Wechsel ist bereits sichtbar. Auf smixin.com steht im Impressumsblock jetzt Fullydo Technology Suzhou Co., Ltd mit der Adresse in der Suzhou Industrial Park Zone. Die Marke, die Produktlinien Combi, Compact und Comfort sowie die Verbrauchsmaterialien bleiben laut den neuen Eigentümern vollständig bestehen. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Wer da kauft

Fullydo ist kein Finanzinvestor, sondern seit Jahren der autorisierte Hauptvertriebspartner von Smixin für Greater China. Die Firma betreibt dort Marktentwicklung und Vertrieb und führt Smixin bis heute in ihrem ESG-Sortiment. Sie übernimmt also ein Produkt, das sie bereits kennt und verkauft.

Als Begründung nennt die Käuferin Kostenoptimierung, höhere Produktionseffizienz und kürzere Lieferzeiten weltweit. Die Entwicklung neuer Hygieneprodukte soll weiterlaufen.

Was Smixin gebaut hat

Smixin steht für Smart Mixing Inside und entstand Ende 2009 als Ausgründung der Bieler Innovationsschmiede Creaholic, hinter der Elmar Mock steht – der Miterfinder der Swatch. Der Kern ist eine Mischeinheit, die Wasser, Seife und Luft zu einem Film verbindet. Ein Waschgang dauert rund zwölf bis fünfzehn Sekunden und braucht 0,2 Liter Wasser statt der üblichen zwei.

Die Firma beziffert die Einsparung auf bis zu 90 Prozent Wasser sowie 60 Prozent Seife und Papier. Die Stationen stehen in Spitälern, Schulen, Bürogebäuden, Verkehrsknoten und in der Gastronomie. 2017 gewann das Combi-System den AIT-Award an der ISH, 2019 stieg CWS-boco als Aktionärin ein.

Unsere Einordnung

Das ist ein Exit, aber kein Erfolgsexit. Wer nach 17 Jahren die Aktiven verkauft statt die Firma, hat in der Regel keine bessere Option mehr. Ein Asset Deal ist die Form, die man wählt, wenn der Käufer das Produkt will und die Bilanz nicht.

Bitter ist das Muster dahinter. Smixin hat eine echte Schweizer Erfindung, europäische Designpreise, gute Nachhaltigkeitszahlen und trotzdem nie den Sprung zur Skalierung geschafft. Hardware im Sanitärbereich ist ein zähes Geschäft: lange Verkaufszyklen, träge Beschaffung, ein Markt, der beim Preis pro Waschbecken entscheidet und nicht bei den Litern.

Genau deshalb ergibt der Käufer aber Sinn. Fullydo sitzt dort, wo die Geräte günstiger gebaut und schneller ausgeliefert werden können, und kennt den grössten Wachstumsmarkt aus eigener Erfahrung. Die Technologie überlebt – die Wertschöpfung wandert nach Asien. Für den Standort Biel ist das ein Verlust, für das Produkt vermutlich die beste verbliebene Chance.

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Name
Smixin
Phase
Exit
Kanton
Bern
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Quelle: smixin.com

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