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Nico Hischier steigt bei Sensopro ein – Münsingen holt sich den NHL-Captain als Mitinhaber

Redaktion·5. Sept. 2026·4 Min.
Nico Hischier steigt bei Sensopro ein – Münsingen holt sich den NHL-Captain als Mitinhaber
In 30 Sekunden gelesen
  • Nico Hischier wird Investor und Mitinhaber bei der Sensopro AG aus Münsingen (BE).
  • Er soll an neuen Trainingsinhalten mitarbeiten und sein Netzwerk im Spitzensport einbringen.
  • Die Höhe der Beteiligung wurde nicht offengelegt.
  • Sensopro wurde 2008 von Kaspar Schmocker während seines Sportstudiums an der Universität Bern entwickelt.

Ein Schweizer NHL-Captain investiert in eine Berner Trainingsfirma. Das ist mehr als eine Promi-Meldung – wenn man genau hinschaut, was Sensopro damit vorhat.

Was passiert ist

Nico Hischier, Captain der New Jersey Devils und Schweizer Nationalspieler, wird Investor und Mitinhaber bei der Sensopro AG aus Münsingen im Kanton Bern. Das teilte das Unternehmen mit. Wie hoch die Beteiligung ist, sagen beide Seiten nicht.

Hischier bleibt nicht stiller Teilhaber. Laut Mitteilung wirkt er an der Entwicklung neuer Trainingsinhalte mit und soll als Türöffner zu seinem Netzwerk im Profisport dienen. Ein optimiertes Warm-up für den Trainingseinstieg ist bereits entwickelt. Bis Sommer 2027 sollen weitere gemeinsame Trainings entstehen – und anhand von Hischiers Feedback angepasst werden.

Wer Sensopro ist

Sensopro wurde 2008 von Kaspar Schmocker während seines Sportstudiums an der Universität Bern entwickelt. Die Firma positioniert das Koordinationstraining als vierte Trainings-Säule neben Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Mit den Geräten Luna und Piccolo ist Sensopro in der Schweiz, Deutschland, Österreich, den Benelux-Ländern und Skandinavien im Markt.

Hischier ist nicht der erste Spitzensportler im Aktionariat. Nach Firmenangaben gehören auch der deutsche Fussball-Nationalspieler Joshua Kimmich, der frühere Mobiliar-Verwaltungsratspräsident Urs Berger und On-Mitgründer Olivier Bernhard zum Investorenkreis.

Warum Koordination gerade jetzt Thema ist

Im Fitnessmarkt dominieren seit Jahren Kraft und Ausdauer. Koordination und kognitive Belastung waren lange Nische, obwohl sie in der Rehabilitation und im Spitzensport zentral sind. Genau da setzt Sensopro an. «Im Hockey ist man viel in der Instabilität, und genau da sehe ich das Potenzial von Sensopro, in der Verbindung zwischen körperlichem und kognitivem Training», sagt Hischier.

Gründer Schmocker sieht die Passung ähnlich: Hischiers Spielverständnis und seine Fähigkeit, unter Druck präzise Entscheidungen zu treffen, spiegelten genau das, worauf das Training von Sensopro abziele. CEO Marc Baumann bleibt dabei nüchtern: «Nico kann Türen öffnen und neue Perspektiven einbringen» – überzeugen müssten am Ende aber die Trainings selbst.

Unsere Einordnung

Prominente als Investoren sind oft teure Werbung mit Aktienanteil. Hier wirkt es durchdachter. Sensopro sammelt seit Jahren Athletinnen und Athleten ein, die zum Produkt passen – Kimmich, Bernhard, jetzt Hischier. Das ist keine Zufallsauswahl, sondern eine Vertriebsstrategie: Wer im Spitzensport gesehen wird, verkauft im Studio.

Am stärksten finden wir die Ankündigung, die Wirkung der neuen Trainingspläne untersuchen und wo möglich wissenschaftlich belegen zu wollen. Genau daran scheitert die Fitnessbranche sonst regelmässig. Wenn Sensopro liefert, wird aus einem sympathischen Deal ein echter Wettbewerbsvorteil. Wenn nicht, bleibt es eine gut gemachte Partnerschaft mit einem bekannten Gesicht.

Offen bleibt die kaufmännische Seite. Ohne Beteiligungshöhe lässt sich nicht sagen, ob hier ernsthaft Kapital fliesst oder vor allem Reichweite gegen Anteile getauscht wird. Beides wäre legitim – aber es sind zwei sehr verschiedene Geschichten.

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Name
Sensopro
Kanton
Bern
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Quelle: persoenlich.com

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