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Safirum bringt den Franken auf die Blockchain: CHF-S ist live

Redaktion·5. Nov. 2026·3 Min.
Safirum bringt den Franken auf die Blockchain: CHF-S ist live
In 30 Sekunden gelesen
  • Safirum AG (Rotkreuz ZG) hat am 3. November 2026 den Franken-Stablecoin CHF-S auf Solana lanciert.
  • Jeder Token ist 1:1 durch Franken gedeckt, die bei der Berner Kantonalbank und der Banque Richelieu liegen.
  • Transfers sind nur zwischen verifizierten Wallets möglich (KYC/KYB im Smart Contract).
  • Gebühr: 0,05 Prozent pro Transaktion, maximal 0,50 CHF-S, plus Netzwerkgebühren.

Der Franken bekommt einen digitalen Zwilling. Seit dem 3. November ist CHF-S live. Der Stablecoin von Safirum setzt auf Kontrolle statt auf Wildwuchs – und das ist genau richtig.

Was passiert ist

Die Safirum AG aus Rotkreuz im Kanton Zug hat ihren Franken-Stablecoin CHF-S auf der Solana-Blockchain gestartet. Das Launch-Event fand in Zürich statt, CEO Bastien Thiébaud sprach dort. Angekündigt hatte das Unternehmen den Start im Juni für das dritte Quartal. Der Termin ist also gehalten.

Jeder Token ist eins zu eins durch Schweizer Franken gedeckt. Die Reserven liegen auf getrennten Konten bei der Berner Kantonalbank und der Banque Richelieu. Weitere Banken sollen als Verwahrstellen dazukommen. Maverix Securities hat als erstes Unternehmen CHF-S geprägt.

Institutionelle Kunden erhalten neue Token nach Identifikation, Compliance-Prüfung und Geldeingang. Private Nutzer kommen über Partner oder dezentrale Handelsplattformen ran, sobald ihre Wallet verifiziert ist.

Wie das System funktioniert

Der Kern ist das Whitelisting. Privatpersonen durchlaufen eine KYC-Prüfung, Unternehmen eine KYB-Prüfung, beides digital. Erst danach wird eine Wallet freigeschaltet. Die Regel steckt direkt im Smart Contract: CHF-S bewegt sich nur zwischen freigeschalteten Wallets. Überweisungen an unverifizierte Adressen blockiert das Protokoll automatisch.

Das Design orientiert sich an der FINMA-Aufsichtsmitteilung 06/2024. Der Umsatz kommt aus einer Gebühr von 0,05 Prozent pro Transaktion, gedeckelt bei 0,50 CHF-S, plus Netzwerkgebühren. Gedacht ist CHF-S für grenzüberschreitende Firmenzahlungen, Treasury, Börsen-Abwicklung und Zahlungen rund um tokenisierte Werte.

Markt und Wettbewerb

Der Franken-Markt für Stablecoins ist dünn. Die meisten Stablecoins hängen am Dollar oder am Euro. Die deutsche AllUnity hat im Februar 2026 einen Franken-Stablecoin unter dem EU-Regime MiCA gestartet, laut Medienberichten mit rund CHF 36 Mio. im Umlauf. Dazu testet die Swiss Stablecoin AG ihren CHFD mit einem Konsortium aus Banken und Infrastrukturanbietern, darunter UBS, PostFinance, Sygnum, Raiffeisen, die Zürcher Kantonalbank, die BCV, SIX und Twint.

Thiébaud hat im Juli gegenüber finews ein grosses Ziel genannt: In fünf Jahren sollen ein Prozent aller Zahlungen in der Schweiz über CHF-S laufen. Das wären rund 3,8 Millionen Zahlungen pro Jahr.

Unsere Einordnung

Mutig und sauber. Safirum geht den strengen Weg: Whitelisting, Schweizer Banken als Verwahrer, FINMA im Blick. Das kostet Reichweite, schafft aber Vertrauen. Und Vertrauen ist bei Geld die härtere Währung.

Die Hürde bleibt die Nachfrage. Ein Franken-Coin lebt von Volumen, und das kommt nur, wenn Banken, Börsen und Firmen ihn wirklich nutzen. Zwei Partnerbanken sind ein guter Anfang, aber noch kein Netzwerk. Wir sagen: Die Richtung stimmt. Entscheidend sind die nächsten Monate – wie viele Wallets, wie viel Umlauf, welche weiteren Banken. Dort wird sich zeigen, ob aus dem Franken-Token ein echtes Zahlungsmittel wird.

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Safirum
Kanton
Zug
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Quelle: bitcoinnews.ch

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