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Picterra und INPA spannen im Amazonas zusammen: Lausanner GeoAI soll Agroforst aus dem All lesbar machen

Redaktion·5. Nov. 2026·3 Min.
Picterra und INPA spannen im Amazonas zusammen: Lausanner GeoAI soll Agroforst aus dem All lesbar machen
In 30 Sekunden gelesen
  • Picterra (Lausanne) hat in Manaus eine Absichtserklärung mit dem brasilianischen Amazonas-Institut INPA unterzeichnet.
  • Fokus: Agroforstwirtschaft, Biodiversität und satellitengestützte Analyse auf Parzellenebene.
  • Vermittelt wurde die Partnerschaft über Swissnex in Brasilien (Programm nexBio Amazônia).
  • Erste Anwendungsfälle: Agroforst-Projekte mit Cupuaçu, Açaí und Tucumã.

Ein Schweizer Startup schaut in den Amazonas. Picterra aus Lausanne hat mit dem Forschungsinstitut INPA eine Absichtserklärung unterzeichnet. Es geht um Wälder, die wirtschaftlich genutzt werden und trotzdem leben.

Was passiert ist

Picterra und das Instituto Nacional de Pesquisas da Amazônia (INPA) haben in Manaus ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Das INPA gilt seit 1952 als Referenzinstitution der Amazonas-Forschung. Direktor ist Dr. Henrique dos Santos Pereira, auf Schweizer Seite unterschrieb CEO Pierrick Poulenas.

Eingefädelt hat die Zusammenarbeit Swissnex in Brasilien über sein Programm nexBio Amazônia. Es verbindet Schweizer und brasilianische Organisationen der Bioökonomie. Die Absichtserklärung deckt Agroforstwirtschaft, Biodiversitätsforschung und Satellitenanalysen auf Parzellenebene ab. Dazu kommen mögliche gemeinsame Forschungsprojekte, Praktika, Austausch, Weiterbildung und Technologietransfer.

Zuerst geht es um die Agroforstwirtschaft. Die Partner prüfen, wie kontinuierliches Satelliten-Monitoring INPA-Projekte unterstützen kann, etwa mit Cupuaçu, Açaí und Tucumã.

Warum Agroforst schwierig ist

Aus dem All lässt sich ein Maisfeld leicht erkennen. Agroforst dagegen ist knifflig. Die Parzellen sind oft klein und unregelmässig. Mehrere Pflanzenarten wachsen in verschiedenen Schichten übereinander, und die Erntezyklen unterscheiden sich. Genau hier setzt Picterra an. Die Cloud-Plattform wertet Satellitendaten mit GeoAI aus und überwacht Land- und Forstflächen auf Parzellenebene. Laut Website nutzen unter anderem Walter Matter, die britische Rural Payments Agency und BAT die Plattform.

Unsere Einordnung

Das ist ein kluger Zug. Wer Waldprodukte nachweisbar nachhaltig anbauen will, braucht Daten, denen Behörden und Käufer trauen. Ein Partner wie INPA liefert Fachwissen vor Ort. Picterra liefert die Technologie. So entsteht Glaubwürdigkeit, die kein Marketing ersetzen kann.

Wichtig ist die Einordnung: Eine Absichtserklärung ist ein Start, kein Vertrag. Der INPA-Direktor erwartet selbst, dass daraus eine formelle Vereinbarung zur technischen Zusammenarbeit wird. Genau das wollen wir sehen. Gelingt es, Agroforst zuverlässig aus dem Orbit zu messen, ist das für Lieferketten, Klimabilanzen und Biodiversität ein echter Hebel – und ein schönes Beispiel, wie Schweizer Deeptech weit über die Landesgrenzen wirkt.

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Name
Picterra
Kanton
Waadt
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Quelle: moneycab.com

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