Porträt: Wie Granite Bio aus Basel Entzündungen an der Wurzel angreift

- Basler Immunologie-Biotech, im April 2025 mit USD 100 Mio. aus dem Stealth gestartet
- USD 30 Mio. Series A (Versant, Novartis Venture Fund) plus USD 70 Mio. Series B (Forbion, Sanofi Ventures)
- Leitmolekül GRT-001 baut entzündungsfördernde Monozyten ab; Phase 1a läuft
- Entstanden über Versants Ridgeline Discovery Engine in Basel
🔎 Porträt – Basel: Ein Immunologie-Biotech, das mit 100 Millionen Dollar aus dem Verborgenen kam und Entzündungen nicht dämpfen, sondern an der Wurzel angreifen will.
Granite Bio startete im April 2025 mit einem Paukenschlag. Das Basler Biotech kam mit USD 100 Mio. Kapital aus dem Stealth-Modus. Wir zeigen, was hinter der Firma steckt.
Was die Firma macht
Granite Bio AG ist ein klinisches Immunologie-Unternehmen mit Sitz in Basel und San Francisco. Es entwickelt sogenannte First-in-class-Antikörper, die grundlegende Treiber von Entzündung, Autoimmunität und Fibrose adressieren. Der Ansatz ist bewusst ambitioniert: nicht nur Symptome unterdrücken, sondern die Mechanismen treffen, die Krankheiten überhaupt antreiben.
Die Geschichte
Die Leitmoleküle entstanden in Zusammenarbeit mit Versants Ridgeline Discovery Engine in Basel und gehen auf die Labore von Professor Matthias Mack an der Universität Regensburg zurück, der als wissenschaftlicher Mitgründer fungiert. Geführt wird das Unternehmen von Patrick Loustau als President und CEO, einem erfahrenen Pharma-Manager. Basel als Standort ist kein Zufall: Die Stadt ist eines der dichtesten Biotech-Ökosysteme Europas.
Produkt & Technologie
Im Zentrum der Pipeline stehen zwei First-in-class-Antikörper gegen mehrere Autoimmunerkrankungen. Das Leitmolekül GRT-001 baut entzündungsfördernde Monozyten ab – Immunzellen, die als zentrale Treiber von Autoimmunität und chronischer Entzündung gelten. GRT-001 befindet sich in einer Phase-1a-Studie an gesunden Probanden. Für später ist eine Phase-1b-Studie bei Patientinnen und Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen geplant. Gelingt der Wirknachweis, wäre das ein neuartiger Hebel gegen ein breites Spektrum von Krankheiten.
Markt & Wettbewerb
Autoimmun- und Entzündungskrankheiten betreffen weltweit Millionen Menschen und sind einer der grössten Märkte der Pharmaindustrie. Entsprechend hart ist der Wettbewerb, auch mit etablierten Grosskonzernen. Granite setzt auf einen differenzierten Wirkmechanismus und ein starkes Investoren-Syndikat, das Tür und Tor zu weiterem Kapital und Partnerschaften öffnet.
Finanzierung & Zahlen
Die USD 100 Mio. setzen sich aus zwei Runden zusammen: einer Series A über USD 30 Mio., angeführt von den Gründungsinvestoren Versant Ventures und Novartis Venture Fund, sowie einer Series B über USD 70 Mio., angeführt von Forbion und Sanofi Ventures. Ein solches Startkapital ist für ein Biotech aussergewöhnlich und verschafft dem Team mehrere Jahre Landebahn für die klinische Entwicklung.
Unsere Einordnung
Granite Bio ist ein Musterbeispiel für die Stärke des Basler Biotech-Clusters: akademische Spitzenforschung, ein erfahrenes Management und ein hochkarätiges Investoren-Syndikat, alles gebündelt über Versants Ridgeline-Modell. Unsere Meinung: Der Kapitalpolster ist beeindruckend, doch der Lackmustest kommt erst mit den klinischen Daten. Zeigt GRT-001 in der Klinik, was die Wissenschaft verspricht, gehört Granite zu den heissesten Immunologie-Storys Europas. Wir behalten die Firma im Blick.
Zum Startup
- Name
- Granite Bio
- Phase
- Series B
- Letzte Runde
- USD 100 Mio. (Series A & B, 2025)
- Kanton
- Basel-Stadt
Quelle: granitebio.com
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