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Nouscom sammelt EUR 120 Mio. in Series D – Basler Biotech will Krebs bei Lynch-Syndrom verhindern, bevor er entsteht

Redaktion·20. Okt. 2026·4 Min.
Nouscom sammelt EUR 120 Mio. in Series D – Basler Biotech will Krebs bei Lynch-Syndrom verhindern, bevor er entsteht
In 30 Sekunden gelesen
  • Nouscom (Basel) schliesst eine überzeichnete Series D über EUR 120 Mio. (USD 135 Mio.) ab.
  • Co-Leads sind M Ventures und Revelation Partners; neu dabei sind Angelini Industries, die Europäische Investitionsbank (über Aurea) und Neva SGR.
  • Das Geld soll NOUS-209 in eine globale, zulassungsrelevante Studie bei Lynch-Syndrom-Trägern bringen; die FDA hat Fast Track erteilt.
  • Langzeitdaten werden am 25. Oktober am ESMO in Madrid präsentiert.

Krebs verhindern statt behandeln: Das ist der Plan von Nouscom aus Basel. Jetzt hat das Biotech dafür EUR 120 Millionen eingesammelt.

Was passiert ist

Nouscom meldet eine überzeichnete Series D über EUR 120 Millionen, das sind rund USD 135 Millionen. Die Mittel gehen in die Weiterentwicklung von NOUS-209. Das ist ein Impfstoff von der Stange. Er soll bei Menschen mit Lynch-Syndrom Krebs im Frühstadium abfangen. Geplant ist eine einzige, globale Studie, die für eine Zulassung reichen soll. Die US-Behörde FDA hat für diese Indikation bereits den Fast-Track-Status vergeben.

Dazu kommen neue Daten. Laut Firma blieben alle auswertbaren Träger nach einem Jahr (43 Personen) und nach zwei Jahren (17 Personen) frei von fortgeschrittenen Adenomen und Darmkrebs. Die Zahl im zweiten Jahr ist klein. Die Angaben stammen von der Firma. Der Vortrag am ESMO in Madrid folgt am 25. Oktober.

Wer investiert

Die Runde führen M Ventures und Revelation Partners gemeinsam an. Neu im Boot sind Angelini Industries über Angelini Investments, die Europäische Investitionsbank über ihre Co-Investment-Plattform Aurea und Neva SGR aus der Intesa-Sanpaolo-Gruppe. Bestehende Geldgeber legen nach: 5AM Ventures, Andera Partners, Angelini Ventures, Bpifrance, CDP Venture Capital, EQT Life Sciences, Indaco Venture Partners, Panakes Partners, Versant Ventures und XGEN Ventures. Die letzte Runde war eine Series C über EUR 67,5 Millionen im Jahr 2023.

Warum Lynch-Syndrom

Lynch-Syndrom ist erblich. Es erhöht das Risiko für Darmkrebs, Gebärmutterkrebs und Krebs der Harnwege deutlich. Heute bleibt Betroffenen oft nur Vorsorge oder eine vorbeugende Operation. Laut CEO Marina Udier leben über zwei Millionen Träger mit einem Lebenszeitrisiko von bis zu 80 Prozent. Die Studie läuft unter anderem mit dem US-Krebsinstitut NCI und dem MD Anderson Cancer Center.

Unsere Einordnung

Das ist eine der grössten Biotech-Runden des Jahres in der Schweiz. Und sie ist gut begründet. Ein Mix aus Industrie, Staat und Fonds zeigt: Hier glaubt ein breites Lager an den Ansatz. Wir finden den Fokus mutig. Prävention ist schwer zu zeigen, weil man lange warten muss. Dafür ist der Nutzen riesig, wenn es klappt. Der ESMO-Auftritt in zwei Wochen wird zeigen, wie robust die Daten sind. Basel bekommt damit ein weiteres Schwergewicht. Wir bleiben dran.

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Name
Nouscom
Phase
Growth
Letzte Runde
EUR 120 Mio. (Series D, 2026)
Kanton
Basel-Stadt
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Quelle: globenewswire.com

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