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Ninabot macht sein KI-Agenten-Cockpit SOKKAN 2.0 Open Source

Redaktion·25. Sept. 2026·4 Min.
Ninabot macht sein KI-Agenten-Cockpit SOKKAN 2.0 Open Source
In 30 Sekunden gelesen
  • Ninabot aus Genf veröffentlicht SOKKAN 2.0 als Open-Source-Software unter Apache-2.0-Lizenz.
  • Das Cockpit bündelt mehrere KI-Inferenz-Agenten in einem Dashboard mit Gedächtnis, Playbooks und Kostenkontrolle.
  • Die Software ist gratis zum Selberhosten, ein Managed Service kostet ab CHF 129 pro Monat.
  • Ninabot ist bootstrapped, betreibt eigene KI-Hardware in Genf und setzt bewusst auf Schweizer Datenhoheit.

Das Genfer AI-Studio Ninabot öffnet den Code seines Agenten-Cockpits SOKKAN: Version 2.0 steht ab sofort unter der offenen Apache-2.0-Lizenz zum Selberhosten bereit.

Was passiert ist

SOKKAN ist ein Dashboard für Teams, die mehrere KI-Inferenz-Agenten parallel betreiben – etwa für automatisiertes Programmieren oder Recherche-Aufgaben. Version 2.0 bringt laut Ninabot ein mechanisches Gedächtnis-Versprechen mit: Der Server führt bei jedem neuen Agenten-Einsatz selbst eine Gedächtnissuche aus und spielt die relevantesten Notizen direkt in die erste Sitzungsnachricht ein, statt sich auf den Zufall zu verlassen. Dazu kommen indexierte Wikilinks für die Navigation durch grössere Wissensgraphen, vorgefertigte Session-Playbooks für wiederkehrende Abläufe, Kostenbudgets mit Human-in-the-Loop-Freigaben sowie strukturierte Diffs mit eigenen Testläufen. Die selbst gehostete Version ist ab sofort unter Apache 2.0 frei verfügbar, ein verwalteter Managed Service kostet ab CHF 129 im Monat.

Wer hinter Ninabot steckt

Ninabot wurde im Juli 2026 in Genf von Nicolas Micaud und Nakisa Abeditameh gegründet und finanziert sich bislang komplett aus eigenen Mitteln – laut eigenen Angaben mit einem Startkapital von CHF 20'000, ganz ohne externes Kapital oder Fremdkapital. Das kleine Team betreibt in Genf eigene KI-Inferenz-Hardware, unter anderem auf Basis von Intel-Arc-Pro-B60-Grafikkarten, und positioniert sich als Studio, das konsequent mit eigenen KI-Agenten arbeitet. Neben SOKKAN entwickelt Ninabot mit Ninjob eine Job-Plattform sowie einen Managed-Back-Office-Service für KMU.

Warum Open Source für ein KI-Tool Sinn ergibt

Geschäftsmodelle rund um KI-Tools stehen unter Druck, weil viel Code kopierbar und mit grossen Sprachmodellen schnell nachgebaut ist. Ninabot dreht diese Logik um: Gründer Nicolas Micaud sagt, man gebe kopierbaren Code bewusst her und konzentriere sich stattdessen auf das, was sich nicht kopieren lässt – eigene Infrastruktur, Betriebsdaten und Verantwortung im Tagesgeschäft. Der Managed Service, für den Kundinnen und Kunden zahlen, bleibt das eigentliche Geschäftsmodell; die offene Software dient vor allem als Vertrauens- und Verbreitungsargument in einem Markt, der zunehmend auf Datenhoheit und Nachvollziehbarkeit achtet.

Unsere Einordnung

Ninabot ist kein klassisches, VC-finanziertes Startup, sondern ein bootstrappedes Zwei-Personen-Studio – umso bemerkenswerter ist der Anspruch, mit eigener Hardware und offener Software gegen etablierte US-Anbieter von Agenten-Plattformen anzutreten. Der Open-Source-Schritt ist strategisch klug: Er verschafft Sichtbarkeit in der internationalen Entwickler-Community, während das eigentliche Geld über den Managed Service und die Schweizer Hosting-Garantie verdient wird. Ob das reicht, um neben grossen Cloud-Anbietern zu bestehen, wird sich zeigen. Als Beispiel dafür, wie kleine Schweizer Teams mit wenig Kapital und viel technischer Substanz im KI-Infrastruktur-Markt mitspielen, ist Ninabot aber einen Blick wert.

Zum Startup

Name
Ninabot
Phase
Bootstrapped
Letzte Runde
Bootstrapped, kein Fremdkapital (2026)
Kanton
Genf
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Quelle: sokkan.ch

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