Medyria holt CHF 3,5 Mio. für FDA-Zulassung und US-Start von PyCath

- Medyria aus Winterthur sichert sich CHF 3,5 Mio.
- Investoren sind EFI-Lake Geneva Ventures und Yellowstone Holding AG.
- Das Kapital finanziert die FDA-Zulassung und den US-Markteintritt.
- Kernprodukt ist der Sensor-Mikrokatheter PyCath für die Kardiologie.
Das Winterthurer Medtech Medyria nimmt Kurs auf den grössten Medizintechnik-Markt der Welt. Eine neue Finanzierung von CHF 3,5 Mio. soll den Sensor-Katheter PyCath in die USA bringen.
Was passiert ist
Medyria hat eine Runde über CHF 3,5 Mio. abgeschlossen. Das Geld ist zweckgebunden. Es finanziert den Weg zur Zulassung durch die US-Behörde FDA. Parallel baut das Team die operative und kommerzielle Basis für den ersten Verkauf von PyCath in den USA auf. Die Runde folgt auf eine kleinere Finanzierung von CHF 1,5 Mio. vor rund einem Jahr. Medyria sitzt im Technopark Winterthur und arbeitet seit über einem Jahrzehnt an der invasiven Herzdiagnostik.
Wer investiert
Die neuen Mittel kommen von EFI-Lake Geneva Ventures und der Yellowstone Holding AG. Beide setzen damit auf einen Marktzugang, der für Schweizer Medtechs oft zur entscheidenden Hürde wird: die Zulassung in den USA. Wer dort besteht, öffnet sich das grösste Absatzgebiet der Branche.
Was PyCath kann
PyCath ist ein sensorbestückter Mikrokatheter. Er misst die Blutflussgeschwindigkeit direkt während eines kardiologischen Eingriffs. Diese Daten helfen Ärztinnen und Ärzten, Engstellen in Herzkranzgefässen präziser zu beurteilen. Der Nutzen: bessere Entscheidungen am Kathetertisch, statt Schätzungen aus Standbildern. Genau hier will Medyria den Unterschied machen. Die Technologie zielt auf die interventionelle Kardiologie, ein Feld mit hohem Prozedurvolumen und klarem Bedarf an besseren Messwerten.
Unsere Einordnung
CHF 3,5 Mio. sind für eine FDA-Zulassung kein üppiges Polster. Das zeigt, wie fokussiert Medyria vorgehen muss. Die klare Zweckbindung ist trotzdem ein gutes Zeichen. Das Team verzettelt sich nicht, sondern setzt alles auf den US-Eintritt. Für ein Schweizer Medtech ist das der richtige Ehrgeiz. Denn der Heimmarkt ist zu klein, um ein solches Produkt gross zu machen. Entscheidend wird nun das Tempo. Kommt die Zulassung zügig, kann die kleine Runde als kluger Startschuss durchgehen. Zieht sich das Verfahren, dürfte bald frisches Kapital nötig sein. Wir finden: Der Schritt ist mutig und logisch zugleich. Medyria spielt auf Sieg, nicht auf Sicherheit.
Zum Startup
- Name
- Medyria
- Phase
- Series B
- Letzte Runde
- CHF 3,5 Mio. (2026)
- Kanton
- Zürich
Quelle: bioalps.org
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