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FinanzierungVerifiziert

KOVE medical holt CHF 1,6 Mio. – ein Zürcher Implantat soll Frühgeburten nach Fetalchirurgie verhindern

Redaktion·2. Sept. 2026·4 Min.
KOVE medical holt CHF 1,6 Mio. – ein Zürcher Implantat soll Frühgeburten nach Fetalchirurgie verhindern
In 30 Sekunden gelesen
  • KOVE medical schliesst eine Seed-Runde über CHF 1,6 Mio. ab, getragen von einem Syndikat aus Business Angels.
  • Das Geld finanziert die nächste Entwicklungsphase und die Vorbereitung der First-in-Human-Studie.
  • Das Implantat verschliesst die Punktionsstelle in der Fruchtblase nach fetalchirurgischen Eingriffen und soll in unter fünf Minuten sitzen.
  • KOVE medical wurde 2020 von Yannick Devaud und Kurt Ruffieux gegründet und ist ein Spin-off der Universität und des Universitätsspitals Zürich.

Fetalchirurgie rettet Kinder vor der Geburt – und löst gleichzeitig das Problem aus, das sie ausbremst. Das Zürcher Medtech KOVE medical hat dafür ein Implantat gebaut und sammelt jetzt CHF 1,6 Mio. ein.

Was passiert ist

KOVE medical hat eine Seed-Runde über CHF 1,6 Mio. abgeschlossen, umgerechnet rund EUR 1,7 Mio. Das Geld trägt die nächste Entwicklungsphase und die Vorbereitung auf die First-in-Human-Studie – also den ersten Einsatz am Menschen.

Gegründet wurde die Firma 2020 von Yannick Devaud und Kurt Ruffieux. Sie ist ein Spin-off der Universität Zürich und des Universitätsspitals Zürich. Devaud führt KOVE als CEO. «Lasst uns Gesundheitsprobleme ganz am Anfang des Lebens angehen», sagt er zur Runde.

Wer investiert

Hinter der Runde steht ein Syndikat von Business Angels. Einen institutionellen Lead-Investor gibt es nicht. KOVE hat zudem in der Vergangenheit einen EIC-Accelerator-Beitrag erhalten, der vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation finanziert wurde, und war 2023 Teil des Programms Venture Leaders Medtech.

Das Problem, das die Chirurgie selbst schafft

Bei einer Fetoskopie operieren Ärztinnen und Ärzte ein ungeborenes Kind minimalinvasiv im Mutterleib. Behandelbar sind so etwa Spina bifida, das fetofetale Transfusionssyndrom oder ein Zwerchfellbruch. Der Eingriff verlangt aber, dass Instrumente durch Gebärmutterwand und Fruchtblase gestochen werden.

Die entstehende Öffnung schwächt die Eihaut. Fruchtwasser kann austreten, die Membran vorzeitig reissen, das Kind zu früh zur Welt kommen. Genau dieses Risiko begrenzt heute, wie oft und wie ausgedehnt vorgeburtlich operiert wird.

KOVEs Implantat wird am Ende des Eingriffs von innen gesetzt und stabilisiert die Membran an der Einstichstelle. Es passt laut Firma durch die Zugänge, die in der Fetoskopie ohnehin verwendet werden – eine zusätzliche Punktion entfällt. Platziert sei es in weniger als fünf Minuten.

Unsere Einordnung

CHF 1,6 Mio. sind für ein Implantat, das in den Mutterleib geht, wenig Geld. Medtech dieser Klasse braucht klinische Daten, und klinische Daten sind teuer. Diese Runde bringt KOVE bis an die Schwelle zur First-in-Human-Studie, nicht darüber hinaus.

Trotzdem gefällt uns der Fall. Das Problem ist eng, klar beschrieben und wird von Chirurginnen und Chirurgen selbst als Bremse benannt. Es gibt keine etablierte Lösung, die man verdrängen müsste. Und die Kompatibilität mit bestehenden Zugängen senkt die Hürde für die Einführung spürbar – wer kein neues Instrumentarium kaufen muss, entscheidet schneller.

Bemerkenswert ist auch, wer hier finanziert: ausschliesslich Angels. Dass sich für ein Zürcher Uni-Spin-off in der Frauen- und Kindergesundheit kein institutioneller Lead gefunden hat, sagt mehr über den Schweizer Frühphasenmarkt als über KOVE. Wenn die First-in-Human-Studie überzeugt, wird der Preis für Späteinsteiger deutlich höher sein.

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Name
KOVE medical
Phase
Seed
Letzte Runde
CHF 1,6 Mio. (Seed, 2026)
Kanton
Zürich
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Quelle: eu-startups.com

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