Kemaro sammelt USD 5 Mio. für KI-Reinigungsroboter

- Kemaro (Eschlikon TG) sichert USD 5 Mio. im Pre-Closing der Series B
- Angeführt von Spicehaus Partners; Gesamtziel der Runde USD 20 Mio.
- Autonome Industrie-Reinigungsroboter ohne Kameras (Privacy by Design)
- Über 1'500 verkaufte Roboter, gegründet 2016
Der Thurgauer Roboterbauer Kemaro sichert sich USD 5 Millionen im Pre-Closing seiner Series B. Das Geld fliesst in die Expansion in die USA.
Was passiert ist
Kemaro hat ein erstes Teilstück seiner Series-B-Runde geschlossen. USD 5 Millionen sind bereits zugesagt. Das Ziel für die gesamte Runde liegt bei USD 20 Millionen. Das Unternehmen aus Eschlikon baut autonome Reinigungsroboter für Industriehallen. Das Flaggschiff heisst K900. Bald folgt ein kompakteres Modell namens K700 für enge Flächen. Kemaro wurde 2016 gegründet. Nach eigenen Angaben hat die Firma über 1'500 Roboter an mehr als 600 Industriekunden verkauft.
Wer investiert
Angeführt wird das Pre-Closing von Spicehaus Partners. Der Zürcher Wachstumsinvestor setzt auf Schweizer Technologie mit klarem Weltmarktpotenzial. Das frische Kapital ist für den US-Markt und den Ausbau des Produktportfolios bestimmt.
Datenschutz als Trumpf
Reinigung klingt unspektakulär. Der Markt ist es nicht. Personalmangel und steigende Löhne treiben die Nachfrage nach Automatisierung. Kemaro hat einen interessanten Trumpf für die USA: Die Roboter arbeiten ohne Kameras und ohne 360-Grad-Aufnahmen. Das Unternehmen nennt das Privacy by Design. In sensiblen Industrieumgebungen ist das ein echtes Argument. Wettbewerber mit kamerabasierten Systemen stossen dort schnell an Grenzen.
Unsere Einordnung
Kemaro macht vieles richtig. Die Firma verkauft nicht nur eine Vision, sondern reale Hardware an reale Kunden. 1'500 verkaufte Roboter sind ein Beleg, kein Versprechen. Der Datenschutz-Winkel ist clever gewählt. Er unterscheidet Kemaro von der Konkurrenz und passt zum US-Markt. Ein Pre-Closing ist aber kein Abschluss. Von den angepeilten USD 20 Millionen fehlt noch der grössere Teil. Die Expansion in die USA ist teuer und riskant. Kemaro muss vor Ort Service und Vertrieb aufbauen. Gelingt das, ist der Sprung vom Schweizer Nischenanbieter zum internationalen Player realistisch.
Quelle: kemaro.ch
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