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Hirslanden steigt bei JIVITA ein – Komplementärmedizin soll fester Teil der Spitalpflege werden

Redaktion·28. Okt. 2026·3 Min.
Hirslanden steigt bei JIVITA ein – Komplementärmedizin soll fester Teil der Spitalpflege werden
In 30 Sekunden gelesen
  • Hirslanden wird strategische Aktionärin von JIVITA AG
  • EGK-Gesundheitskasse und Gründerin Isabelle Bietenholz-Lieger bleiben beteiligt
  • Betrag und Anteil wurden nicht genannt
  • JIVITA arbeitet bereits in der Klinik Hirslanden und der Klinik Im Park in Zürich, rund 30 Mitarbeitende

Massage, Wickel und Aromatherapie auf der Bettenstation: Was nach Wellness klingt, will JIVITA zum festen Bestandteil der Spitalmedizin machen. Jetzt steigt Hirslanden als Aktionärin ein.

Was passiert ist

Hirslanden wird strategische Aktionärin der JIVITA AG. Das teilte das Unternehmen in einer Medienmitteilung mit. Zum Kreis der Eigner gehören weiterhin die EGK-Gesundheitskasse und Gründerin Isabelle Bietenholz-Lieger. Wie viel Hirslanden investiert und welchen Anteil das Unternehmen hält, bleibt offen.

JIVITA wurde 2019 gegründet, sitzt in Zollikon und beschäftigt rund 30 Menschen. Das Team bringt Komplementärmedizin in die stationäre Versorgung von Partnerkliniken. Ein Ärzteteam erstellt auf Basis der Diagnose der behandelnden Ärzte eine integrative Einschätzung. Danach setzen Therapeutinnen und Therapeuten Massagen, Atem- und Aromatherapie, Einreibungen, Wickel oder Kompressen ein. Die Therapeuten tragen das EMR-Qualitätslabel und sind bei Krankenversicherern anerkannt.

Die Zusammenarbeit läuft schon. JIVITA behandelt Patienten in der Klinik Hirslanden und der Hirslanden Klinik Im Park in Zürich.

Wer investiert

Hirslanden ist neu dabei, EGK war schon Aktionärin. Der Verwaltungsrat wird neu besetzt: Marco Gugolz, Direktor der Klinik Hirslanden Zürich, zieht für Hirslanden ein. Astrit Bajrami übernimmt den Sitz der EGK von Dr. Reto Flury. Gründerin Isabelle Bietenholz-Lieger bleibt Präsidentin. Die Beteiligung schliesse Partnerschaften mit weiteren Spitälern und Kliniken nicht aus, so das Unternehmen.

Der Kontext: Integrative Medizin im Spital

Viele Patienten wünschen sich neben der Schulmedizin sanfte Begleitung. Spitäler stehen aber unter Kostendruck und müssen Wirkung und Qualität belegen. Ein Modell, das Komplementärmedizin sauber ins Setting einbettet und mit Kassen zusammenspielt, ist deshalb interessant. Dass mit EGK eine Krankenkasse mit am Tisch sitzt, ist dafür ein kluger Schachzug.

Unsere Einordnung

Das ist ein Vertrauensbeweis aus der Praxis. Eine grosse Klinikgruppe beteiligt sich nicht aus Neugier, sondern weil das Angebot auf ihren Stationen funktioniert. Spannend wird, ob JIVITA mit weiteren Spitälern skaliert. Dafür braucht es gute Daten zu Wirkung und Zufriedenheit. Gelingt das, wird aus einer Nische ein Modell, das andere Kliniken kopieren wollen. Wir finden: guter Weg, und ein Gewinn für Patientinnen und Patienten.

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Name
JIVITA
Phase
Growth
Letzte Runde
Beteiligung von Hirslanden (2026)
Kanton
Zürich
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Quelle: jivita.ch

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