infinity.swiss sammelt USD 3 Mio. für KI-Buchhaltung

- infinity.swiss (NextBusiness AG) sammelt USD 3 Mio. in seiner ersten grösseren Runde ein.
- Angeführt wird sie von EquityPitcher, mit Tenity und Backbone Ventures.
- Als Angels dabei: Facebook-Frühinvestor Daniel Gutenberg und Lukas Speiser.
- Ziel ist eine bis 2030 weitgehend autonome Buchhaltung für KMU.
Buchhaltung von Hand? Für das Zürcher Startup infinity.swiss ein Auslaufmodell. Mit USD 3 Mio. frischem Kapital will das Team die Buchhaltung für KMU auf Autopilot stellen.
Was passiert ist
infinity.swiss hat seine erste grössere Finanzierungsrunde abgeschlossen und USD 3 Mio. eingesammelt. Hinter der Marke steht die 2023 gegründete NextBusiness AG. Das Kapital soll Entwicklung und Wachstum beschleunigen. Das Ziel ist ambitioniert: Bis 2030 soll sich die Buchhaltung eines Unternehmens praktisch von selbst erledigen. Schon heute verbindet die Software Bankkonten per Open Banking, macht Buchungsvorschläge per Machine Learning und deckt Rechnungen, Löhne und die Zusammenarbeit mit Treuhändern ab.
Wer investiert
Angeführt wird die Runde von EquityPitcher. Mit dabei sind der Fintech-Investor Tenity und Backbone Ventures. Dazu kommen prominente Business Angels, darunter der frühe Facebook-Investor Daniel Gutenberg und Shark-Tank-Investor Lukas Speiser. Tenity begründet den Einstieg mit der Produkttiefe: infinity.swiss sei nicht bloss ein KI-Feature auf einer Buchhaltung, sondern ein tief integriertes Produkt mit echter Marktreife – inklusive Bankanbindungen, Rechnungsstellung und Lohnabrechnung.
Der Markt: Ein zäher, aber grosser Kuchen
Der Schweizer Buchhaltungsmarkt gilt als fragmentiert, veraltet und manuell. Genau das ist die Chance. KMU und Treuhänder verlieren Stunden mit Routinearbeit. Wer diese Zeit zurückgibt, hat ein starkes Argument. Die Konkurrenz ist allerdings gross: Etablierte Anbieter sitzen fest im Markt und pflegen langjährige Kundenbeziehungen. infinity.swiss setzt auf Geschwindigkeit, Einfachheit und einen KI-First-Ansatz, um sich abzuheben.
Unsere Einordnung
Ein Studenten-Startup, das gestandene Angels und Fintech-Investoren überzeugt – das verdient Respekt. Die Runde ist mit USD 3 Mio. für den Schweizer Markt angemessen und finanziert den nächsten Wachstumsschub. Stark ist, dass das Team nicht nur eine KI-Vision verkauft, sondern ein funktionierendes Produkt vorweist. Die grosse Frage ist die Verteidigung gegen etablierte Platzhirsche mit tiefen Taschen. Vollautonome Buchhaltung bis 2030 ist eine mutige Ansage. Wenn infinity.swiss auch nur einen Teil davon einlöst, wird aus dem Studentenprojekt ein ernsthafter Herausforderer. Wir schauen genau hin.
Quelle: tenity.com
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