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ExpansionVerifiziert

I-RIIDE holt den Kanton Freiburg an Bord – eine App für Ticket, Parkplatz und Ladesäule

Redaktion·1. Sept. 2026·4 Min.
I-RIIDE holt den Kanton Freiburg an Bord – eine App für Ticket, Parkplatz und Ladesäule
In 30 Sekunden gelesen
  • I-RIIDE aus Le Bry (FR) startet eine offizielle Zusammenarbeit mit dem Mobilitätsamt des Kantons Freiburg (SMoFR).
  • Die App bündelt öffentlichen Verkehr, Parkplätze, Ladeinfrastruktur, Mietfahrzeuge und Sharing in einem Konto und einer Zahlung.
  • Zu den Partnern zählen unter anderem die SBB, der eRoaming-Anbieter Hubject sowie die Autovermieter iyelo und SimplyGo.
  • Das Startup wurde zudem in das NVIDIA-Inception-Programm aufgenommen.

Der Kanton Freiburg macht einem jungen Mobilitäts-Startup die Tür auf. I-RIIDE aus Le Bry arbeitet neu offiziell mit dem kantonalen Mobilitätsamt SMoFR zusammen. Das ist mehr als eine nette Absichtserklärung.

Was passiert ist

I-RIIDE hat die Zusammenarbeit mit dem Service de la mobilité de l'Etat de Fribourg bekannt gegeben. Das Startup baut eine Plattform, die Parkplätze, Ladeinfrastruktur, Fahrzeugmiete, Sharing-Angebote und öffentlichen Verkehr über eine einzige App zusammenführt. Ein Konto, eine Buchung, eine Zahlung. Die Kooperation soll genau das im Kanton beschleunigen: lokale Anbieter sollen Schritt für Schritt in die gemeinsame Oberfläche integriert werden.

Gründer und CEO Dereck Gibeyo formuliert den Anspruch bewusst bescheiden. Man wolle bestehende Angebote nicht ersetzen, sondern dafür sorgen, dass sie besser zusammenspielen. Das ist die richtige Tonlage gegenüber einem Kanton, der Verkehrsbetriebe, Gemeinden und Parkierungsanbieter unter einen Hut bringen muss.

Wer mitspielt

Das Partnernetz ist für ein Startup dieser Grösse bemerkenswert. Auf der Angebotsseite stehen die SBB für den öffentlichen Verkehr, der eRoaming-Anbieter Hubject für den Zugang zu Ladenetzen sowie die Fahrzeuganbieter iyelo und SimplyGo. Dazu kommt neu der Kanton Freiburg als institutioneller Partner. Parallel ist I-RIIDE in das NVIDIA-Inception-Programm aufgenommen worden, das Startups mit KI-Fokus unterstützt.

Hinter der Firma stehen drei Gründer: Dereck Gibeyo als CEO, Stefano De Lorenzo als CTO und Ghazi Bouzazi als Senior Engineer. Der Sitz der I-RIIDE Technologies Sàrl liegt in Le Bry im Kanton Freiburg.

Warum Mobility-as-a-Service so schwer ist

Die Idee einer App für alles ist nicht neu. Sie ist bloss selten gelungen. Der Grund ist fast immer derselbe: Wer die Buchung bündelt, braucht Zugriff auf fremde Systeme, fremde Tarife und fremde Kundenbeziehungen. Genau da mauern etablierte Anbieter gern. Öffentliche Verkehrsbetriebe wollen ihre eigene App, Parkhausbetreiber ihre eigenen Schranken, Ladenetze ihre eigenen Karten.

I-RIIDE geht das Problem von der Seite an: Die Plattform lässt auch Private und Firmen eigene Ressourcen einstellen – den Parkplatz vor dem Haus, die Wallbox, das Fahrzeug. Wer Angebot selbst erzeugt, ist weniger abhängig von den Grossen. Und ein Kanton als Partner öffnet Türen, die ein Startup allein kaum aufbekommt.

Unsere Einordnung

Das ist ein starker Schritt – aber der Beweis steht noch aus. Eine offizielle Zusammenarbeit mit einem Mobilitätsamt ist zuerst einmal Vertrauensvorschuss, kein Umsatz. Entscheidend wird, wie viele lokale Anbieter I-RIIDE in den nächsten Monaten wirklich anschliesst und ob die Buchung durchgängig funktioniert, also ohne dass der Nutzer am Ende doch die dritte App öffnen muss.

Trotzdem: Freiburg ist als Testkanton klug gewählt. Gross genug für echte Pendlerströme, klein genug, um alle Beteiligten an einen Tisch zu bekommen. Wenn integrierte Mobilität irgendwo in der Schweiz zuerst funktioniert, dann in einem Kanton dieser Grösse – nicht in Zürich. Wir schauen in einem Jahr wieder hin und zählen die angeschlossenen Anbieter. Das ist die Zahl, die zählt.

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Name
I-RIIDE
Kanton
Freiburg
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Quelle: iriide.com

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