Foldcast erhält CHF 150'000 von InnoBooster für CO2-armen Beton

- Foldcast erhält CHF 150'000 vom Foerderprogramm InnoBooster der Gebert-Ruef-Stiftung.
- Das USI-Spin-off aus Mendrisio ersetzt Schalungen durch recycelbare Papierformen.
- Die Technik spart bis zu 50 Prozent Material und bis zu 40 Prozent CO2.
- Gruender sind Ena Lloret-Fritschi und Fabio Amicarelli.
Der Tessiner Bautech-Pionier Foldcast erhält CHF 150'000 von InnoBooster. Das Geld soll die recycelbaren Papierschalungen des USI-Spin-offs vom Prototyp zur Serienreife bringen.
Was passiert ist
Foldcast ist ein Spin-off der Accademia di architettura der Università della Svizzera italiana in Mendrisio. Die Gebert-Ruef-Stiftung nimmt das Team in ihr Programm InnoBooster auf. InnoBooster unterstuetzt Hochschulgruender, die die zweite Venture-Kick-Stufe erreicht haben, mit bis zu CHF 150'000 ueber maximal 18 Monate. Foldcast nutzt die Mittel fuer den Schritt in den Markt.
Wer dahinter steht
Hinter Foldcast stehen Ena Lloret-Fritschi und Fabio Amicarelli. Der Foerderer ist die Gebert-Ruef-Stiftung, eine der aktivsten privaten Wissenschaftsstiftungen der Schweiz. InnoBooster ist bewusst als Bruecke gedacht: von der Forschung zum ersten marktreifen Produkt.
Warum Beton das Problem ist
Beton verursacht rund 8 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Ein grosser Teil davon ist vermeidbar. Konventionelle Schalungen aus Holz und Metall machen materialsparende Tragwerke teuer und langsam. Also giessen Baufirmen oft mehr Beton als noetig. Genau hier setzt Foldcast an. Digital gefertigte Papierschalungen folgen exakt der optimalen Tragform. Beton landet nur dort, wo er wirklich traegt. Laut Foldcast sind die Schalungen fuenfmal guenstiger und zehnmal schneller herzustellen als herkoemmliche. Das spart bis zu 50 Prozent Material und senkt die grauen Emissionen um bis zu 40 Prozent. Nach ersten Pilotprojekten arbeitet das Team an Derma, einem vorfabrizierten Fassadensystem, und bereitet die Technologie fuer den industriellen Einsatz vor.
Unsere Einordnung
CHF 150'000 sind kein grosser Betrag. Aber es ist das richtige Geld zur richtigen Zeit. Foldcast hat ein reales Problem im Visier, keine Spielerei. Die Bauindustrie ist traege und preisgetrieben. Genau deshalb ist der Ansatz clever. Foldcast verspricht nicht nur weniger CO2, sondern auch tiefere Kosten und mehr Tempo. Das ist die Kombination, die Bauunternehmer ueberzeugt. Die grosse Frage bleibt die Skalierung. Papierschalungen muessen sich auf echten Baustellen bewaehren, bei Naesse, Druck und Zeitdruck. Schafft Foldcast den Sprung vom Pilot zur Industrie, hat das Tessin ein Cleantech-Vorzeigeprojekt. Wir bleiben dran.
Zum Startup
- Name
- Foldcast
- Phase
- Pre-Seed
- Letzte Runde
- CHF 150'000 (InnoBooster, 2026)
- Kanton
- Tessin
Quelle: grstiftung.ch
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