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EY Entrepreneur Of The Year 2026: Phoeniqs und Cutiss holen den Preis, mit dabei die Jura-Firma Biwi

Redaktion·29. Okt. 2026·3 Min.
EY Entrepreneur Of The Year 2026: Phoeniqs und Cutiss holen den Preis, mit dabei die Jura-Firma Biwi
In 30 Sekunden gelesen
  • Thomas Taroni (Phoeniqs) gewinnt in der Kategorie Visionary Entrepreneurs
  • Daniela Marino (Cutiss) gewinnt in der Kategorie Scale-up Leaders
  • Pascal Bourquard Jr. (Biwi, Jura) gewinnt bei den Familienunternehmen
  • 70 Unternehmer aus 57 Firmen waren nominiert, neun kamen ins Finale

Zwei Gründer aus der Startup-Szene räumen den wichtigsten Unternehmerpreis der Schweiz ab. Das ist mehr als eine Trophäe: Es zeigt, wohin die Jury den Blick richtet.

Was passiert ist

Der EY Entrepreneur Of The Year wurde zum 29. Mal in der Schweiz vergeben. Nominiert waren 70 Unternehmerinnen und Unternehmer aus 57 Firmen. Eine elfköpfige Jury wählte aus neun Finalisten drei Gewinner. Die Preise gingen am 26. Oktober 2026 an Thomas Taroni, Daniela Marino und Pascal Bourquard Jr.

Die drei Gewinner

Thomas Taroni, Gründer und CEO von Phoeniqs, gewinnt bei den Visionary Entrepreneurs. Phoeniqs baut Cloud- und KI-Infrastruktur für Organisationen mit strengen Datenschutz-Auflagen, vor allem für Banken und Finanzdienstleister. Im Juni startete die Firma einen kommerziellen KI-Supercomputer auf dem Uptown-Basel-Campus in Arlesheim. Im Mai folgte eine Partnerschaft mit Sunrise, die Geschäftskunden Zugang zur Infrastruktur gibt. Phoeniqs arbeitet mit zwei Investmentbanken an der ersten strukturierten Kapitalaufnahme, ein Volumen nennt die Firma nicht. Eine Tochter gibt es in Spanien, weiteres Wachstum ist in Deutschland und im Nahen Osten geplant.

Daniela Marino, Mitgründerin und CEO des Zürcher Biotechs Cutiss, gewinnt bei den Scale-up Leaders. Cutiss entwickelt personalisiertes menschliches Hautgewebe, vor allem für die Behandlung schwerer Verbrennungen.

Pascal Bourquard Jr. führt das Jura-Familienunternehmen Biwi und gewinnt bei den Familienunternehmen. Biwi stellt Spezialmaterialien für Uhren, Medizin und Automobil her, hält mehr als 22 Patente und beliefert über 300 internationale Marken. Es ist kein Startup, zeigt aber, wie Hightech im Mittelstand aussieht.

Warum diese Wahl spannend ist

Beide Startup-Preise gehen an Firmen, die schwer zu bauen sind. Phoeniqs braucht Rechenzentren und Vertrauen der Banken. Cutiss braucht klinische Studien, Zulassungen und viel Geduld. Es sind keine schnellen Software-Wetten, sondern Projekte mit langem Atem. Bereits im August standen fünf der neun Finalisten aus der Startup-Szene fest.

Unsere Einordnung

Preise sind nett, Umsatz ist besser. Trotzdem hilft der Titel: Er öffnet Türen bei Banken, Spitälern und Investoren. Für Phoeniqs kommt er zum richtigen Zeitpunkt, denn die erste Kapitalaufnahme steht an. Für Cutiss ist er ein Signal an alle, die noch zweifeln, ob Schweizer Biotech skalieren kann. Wir meinen: Die Jury hat mutig gewählt. Gut so. Die Schweiz braucht mehr Gründer, die grosse und harte Probleme anpacken.

Quelle: finews.com

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