DeepJudge holt 41 Millionen Dollar für KI-Suche in Kanzleien

- DeepJudge sammelte 41,2 Mio. Dollar in einer Series A ein.
- Angeführt von Felicis, mit Coatue; Bewertung rund 300 Mio. Dollar.
- Gegründet 2021 von Ex-Google-Forschern mit ETH-Doktortiteln.
- Die KI durchsucht Kanzlei-Dokumente in Sekunden.
Kanzleien sitzen auf Bergen von Dokumenten. DeepJudge aus Zürich macht dieses Wissen in Sekunden durchsuchbar — und hat dafür 41 Millionen Dollar eingesammelt.
Die Finanzierung
Die Series A über 41,2 Millionen Dollar wurde von Felicis angeführt, mit weiterer Unterstützung von Coatue, das schon die Seed-Runde über 10,7 Millionen Dollar 2024 geführt hatte. Die Runde bewertet das Unternehmen mit rund 300 Millionen Dollar — ein bemerkenswerter Sprung für ein Startup dieses Alters.
Wer dahintersteht
DeepJudge wurde 2021 von drei ehemaligen Google-Forschern gegründet — Paulina Grnarova, Kevin Roth und Yannic Kilcher —, die alle einen Doktortitel in KI von der ETH Zürich haben. Diese Herkunft aus der Spitzenforschung ist typisch für die stärksten Schweizer KI-Startups.
Das Produkt und die Kunden
Die KI versteht juristische Sprache und findet passende Stellen in riesigen Dokumentbeständen. Anwälte sparen Stunden an Recherche. Grosse Kanzleien wie Freshfields und Holland & Knight setzen bereits darauf; der Umsatz wuchs um mehr als 500 Prozent im Jahresvergleich.
Der heikle Teil: Vertrauen
Im Recht sind Fehler teuer. Eine KI, die überzeugend, aber falsch antwortet, ist gefährlich. DeepJudge setzt deshalb auf Präzision und Nachvollziehbarkeit — die KI zeigt, woher eine Information stammt.
Der Legal-Tech-Markt
Legal-Tech ist einer der am schnellsten wachsenden KI-Märkte. Juristische Arbeit besteht zu grossen Teilen aus Suchen, Lesen und Vergleichen — genau das kann KI beschleunigen. Die Zahlungsbereitschaft ist hoch, weil Kanzleien nach Stunden abrechnen. Entsprechend drängen viele Anbieter ins Feld, von Startups bis zu den grossen Branchen-Softwarehäusern.
Ausblick
Der Trend geht weg von reiner Suche hin zu Agenten, die Entwürfe schreiben und Fälle vorbereiten. Doch im Recht bleibt Nachvollziehbarkeit Pflicht — eine falsche Antwort kann teuer werden. Wer beides verbindet, Tempo und Verlässlichkeit, gewinnt. Genau darauf setzt DeepJudge mit seinem frischen Kapital.
Unsere Einordnung
Legal-Tech ist einer der heissesten KI-Märkte — und einer der heikelsten. Unsere Einschätzung: Eine 300-Millionen-Bewertung ist ambitioniert, aber das Gründerteam und das Umsatzwachstum untermauern sie. In einem Feld, in dem Vertrauen alles ist, gewinnt nicht der Lauteste, sondern der Verlässlichste. Ein Zürcher Name, den man sich merken sollte.
Zum Startup
- Name
- DeepJudge
- Phase
- Series A
- Letzte Runde
- USD 41 Mio. (Series A, 2025)
- Kanton
- Zürich
Quelle: deepjudge.ai
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