Corintis holt 24 Millionen Dollar für die Chip-Kühlung der KI-Ära

- Corintis sammelte 24 Mio. Dollar in einer Series A ein.
- Angeführt von BlueYard Capital; Intels CEO Lip-Bu Tan sitzt im Board.
- Die Mikrofluidik kühlt Chips direkt im Silizium.
- Insgesamt hat das Startup rund 58 Mio. Dollar aufgenommen.
KI-Chips werden immer heisser — im doppelten Sinn. Corintis aus Lausanne kühlt sie dort, wo die Hitze entsteht: direkt im Silizium. Und der Markt setzt darauf grosse Summen.
Die Finanzierung
2025 sammelte Corintis 24 Millionen Dollar in einer Series A ein, angeführt von BlueYard Capital, mit Founderful, Acequia Capital und XTX Ventures. Prominent: Intel-CEO Lip-Bu Tan stiess zum Investorenkreis. Eine anschliessende Runde unter Führung von Applied Digital erhöhte die gesamten Mittel auf rund 58 Millionen Dollar.
Die Innovation
Corintis baut winzige Flüssigkeitskanäle direkt in den Chip — die Designs sind von der Natur inspiriert, ähnlich den Adern eines Schmetterlingsflügels. So wird die Wärme dort abgeführt, wo sie entsteht. Microsoft hat bestätigt, dass sich damit bis zu dreimal tiefere Temperaturen erreichen lassen als mit klassischen Kühlplatten.
Warum Kühlung zum Flaschenhals wird
Moderne KI-Chips verbrauchen enorm viel Energie und produzieren viel Abwärme. Ab einem Punkt limitiert nicht mehr die Rechenleistung, sondern die Kühlung. Rechenzentren stossen an ihre Grenzen. Wer die Wärme besser beherrscht, ermöglicht schnellere und dichtere Chips.
Der Markt hinter dem KI-Boom
Während alle über KI-Modelle reden, entsteht im Hintergrund ein riesiger Markt für die Infrastruktur, die sie möglich macht — von Chips über Strom bis Kühlung. Die Kunden von Corintis sind Chiphersteller und Rechenzentren.
Der Wettbewerb
An der Kühlung von KI-Chips arbeiten weltweit viele — von etablierten Kühlungsanbietern bis zu den Chipherstellern selbst. Corintis' Vorsprung liegt darin, die Kühlung direkt ins Silizium zu integrieren, statt sie aussen anzusetzen. Dass ein Intel-CEO privat investiert, ist ein starkes Signal, dass dieser Ansatz ernst genommen wird.
Ausblick
Die grosse Frage ist die Fertigung im industriellen Massstab und die Integration in die Produktionsprozesse der Chiphersteller. Gelingt das, wächst Corintis mit jedem KI-Fortschritt mit — denn je leistungsfähiger die Chips, desto grösser das Hitzeproblem, das Corintis löst.
Unsere Einordnung
Dass ein Intel-CEO privat investiert, sagt mehr als jede Prognose. Unsere Einschätzung: Corintis löst ein physisches Problem, das über die Grenzen der KI entscheidet — tief, schwer kopierbar, an einem echten Engpass der Zeit. Das ist Deeptech, wie die Schweiz sie am besten kann. Wenn die Fertigung gelingt, spielt Corintis in einer sehr attraktiven Liga.
Quelle: crunchbase.com
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