CDDS sichert sich Seed-Runde von Swisscom Ventures für Abfang-Drohnen

- Swisscom Ventures führt über seinen Digital Transformation Fund II eine Seed-Runde bei CDDS an.
- CDDS aus Schlieren (ZH) baut autonome, KI-gesteuerte Abfangdrohnen, die feindliche Drohnen per Aufprall neutralisieren.
- Die Höhe der Runde wurde offiziell nicht kommuniziert.
- Das Kapital fliesst in Produktentwicklung, Validierung und Teamaufbau.
Drohnen werden zur Waffe – und zur wachsenden Gefahr für kritische Infrastruktur. Das Schlieremer Startup CDDS will die Antwort liefern und hat dafür frisches Seed-Kapital von Swisscom Ventures erhalten.
Was passiert ist
Swisscom Ventures hat den Abschluss einer Seed-Finanzierung bei CDDS bekannt gegeben. Das Investment läuft über den Digital Transformation Fund II. Die Höhe der Runde kommunizierte keiner der Beteiligten offiziell. CDDS wurde 2025 gegründet und sitzt in Schlieren im Kanton Zürich. Das Team entwickelt autonome Abfangdrohnen, die feindliche UAVs erkennen, verfolgen und per gezieltem Aufprall neutralisieren. Das Kapital fliesst in die Produktentwicklung, in weitere Testreihen und in den Ausbau des Teams.
Wer investiert
Angeführt wird die Runde von Swisscom Ventures, dem Wagniskapital-Arm der Swisscom. Investment Partner Alexander Schlaepfer begründet das Engagement nicht nur mit der Technik, sondern mit der Ökonomie dahinter: CDDS ermögliche Schutz zu deutlich tieferen Kosten pro Abfang. Genau das mache die Lösung skalierbar. Swisscom Ventures investiert seit 2007 und hat über 80 Technologiefirmen im Portfolio. Zu den früheren Unterstützern von CDDS zählt zudem Venture Kick.
Der Markt: Drohnenabwehr unter Druck
Kleine, schnelle und zunehmend autonome Drohnen überfordern klassische Abwehrsysteme. Flughäfen, Umspannwerke, Rechenzentren und Grossveranstaltungen sind angreifbar. Für ein Land wie die Schweiz ist günstige, skalierbare Luftraumsicherung ein Thema mit hoher Dringlichkeit. CDDS setzt auf kinetische Abwehr mit geringem Kollateralschaden: Computer Vision, Echtzeitverarbeitung und trainierte Steuerungsalgorithmen berechnen den optimalen Aufprallwinkel. Die Drohnen sollen laut Firma über 200 km/h erreichen. Erste Kontakte mit Verteidigungs- und Sicherheitsstellen in der Schweiz und international laufen bereits, dazu kommen internationale Evaluationsprogramme.
Unsere Einordnung
CDDS trifft einen Nerv. Defense-Tech war in der Schweiz lange ein heikles Thema, doch die Sicherheitslage hat das geändert. Dass mit Swisscom Ventures ein etablierter, staatsnaher Investor einsteigt, ist ein starkes Signal. Es verschafft dem jungen Team Glaubwürdigkeit bei Behörden. Kritisch bleibt die Höhe der Runde: Ohne kommunizierten Betrag lässt sich die Finanzkraft schwer einschätzen. Für ein hardwarelastiges Deeptech-Geschäft mit langen Zertifizierungszyklen zählt aber genau das. Wir behalten im Blick, ob auf die Demonstrationen echte Beschaffungsaufträge folgen. Denn im Verteidigungsmarkt entscheidet nicht der Prototyp, sondern der erste grosse Rahmenvertrag.
Zum Startup
- Name
- CDDS
- Phase
- Seed
- Letzte Runde
- Seed-Runde (2026)
- Kanton
- Zürich
Quelle: ventures.swisscom.com
Mehr aus der Szene
FinanzierungEIC Accelerator: Vier Schweizer Deeptech-Startups holen EU-Millionen
PorträtPorträt: Wie Ecorobotix aus der Waadt Pestizide um bis zu 95 Prozent senkt
Porträt