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Carewell sammelt CHF 1,5 Mio. gegen den Pflegenotstand

Redaktion·3. Juli 2026·4 Min.
Carewell sammelt CHF 1,5 Mio. gegen den Pflegenotstand
In 30 Sekunden gelesen
  • Seed-Runde über CHF 1,5 Mio., angeführt vom StartAngels Network.
  • Über 50 Spitäler, Heime und Spitex-Organisationen nutzen die Plattform.
  • Ein KI-Matching bringt Fachkräfte und Einrichtungen zusammen.
  • Erstes Startup, das den vollen FIT-Digital-Track durchlaufen hat.

Die Lausanner Plattform Carewell hat eine Seed-Runde über 1,5 Millionen Franken abgeschlossen. Das Geld soll den Kampf gegen den Personalmangel im Gesundheitswesen beschleunigen.

Was passiert ist

Carewell betreibt eine Plattform gegen den Personalmangel in Spitälern, Heimen und der Spitex. Über 50 Institutionen in der ganzen Schweiz nutzen sie bereits, um Ausfälle und Vertretungen zu organisieren. Das Besondere am Modell: Die Plattform aktiviert zuerst den internen Personalpool einer Einrichtung. So wird das Kernteam vor Überlastung geschützt. Erst wenn der eigene Pool nicht reicht, öffnet sich ein Marktplatz für externe Fachkräfte. Ein KI-gestützter Matching-Algorithmus bringt Fachkräfte und Einrichtungen zusammen. So können Pflegende im Beruf bleiben, zu Bedingungen, die zu ihrem Leben passen.

Wer investiert

Angeführt wird die Runde von Lucian Wagner für das StartAngels Network in Zürich. Beteiligt sind zudem SICTIC, Kickfund und weitere Business Angels. Carewell hat sich schon davor einen Namen gemacht: Das Startup gewann alle drei Stufen von Venture Kick und den PERL-Preis 2025 der Region Lausanne. Ausserdem ist Carewell das erste Startup überhaupt, das den vollen FIT-Digital-Track durchlaufen hat, also Grant, Seed und Growth.

Warum das Problem so gross ist

Der Pflegenotstand ist in der Schweiz seit Jahren real. Viele Fachkräfte verlassen den Beruf wegen starrer Dienstpläne und hoher Belastung. Institutionen greifen dann oft auf teure Temporärbüros zurück. Genau diese Lücke füllt Carewell: Statt sofort extern einzukaufen, nutzt die Plattform zuerst die eigenen Leute. Das senkt Kosten und hält Teams stabil.

Unsere Einordnung

Das Modell überzeugt uns. Carewell baut nicht einfach den nächsten Temporär-Marktplatz, sondern schützt zuerst das bestehende Team. Das ist der klügere Ansatz und trifft den Schmerzpunkt der Institutionen. Über 50 Kunden sind ein starker Beleg für echte Nachfrage. Ehrlich gesagt: 1,5 Millionen Franken sind für ein B2B-SaaS mit dieser Traktion eher knapp. Der Beweis der schnellen Skalierung steht noch aus. Doch die Auszeichnungen, die Kundenbasis und der soziale Nutzen machen Carewell zu einem der spannendsten HealthTech-Startups der Romandie. Wir drücken die Daumen.

Zum Startup

Name
Carewell
Phase
Seed
Letzte Runde
CHF 1.5 Mio. (Seed, 2026)
Kanton
Waadt
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Quelle: startupticker.ch

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