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Valora übergibt die k-kiosk-Automaten an Boostbar – mehrere hundert Standorte für das Zürcher Startup

Redaktion·8. Sept. 2026·4 Min.
Valora übergibt die k-kiosk-Automaten an Boostbar – mehrere hundert Standorte für das Zürcher Startup
In 30 Sekunden gelesen
  • Valora übergibt den technischen Betrieb seiner k-kiosk-Automaten in der Schweiz an das Zürcher Startup Boostbar.
  • Boostbar liefert Technik, Software und Bedienoberfläche und übernimmt die Befüllung.
  • Es geht um mehrere hundert Automaten, meist neben k-kiosk- und avec-Filialen.
  • Neue Standorte sind vor allem an Tankstellen des Partners volenergy geplant.

Ein sechs Jahre altes Startup betreibt künftig die Verkaufsautomaten eines Konzerns mit über 100 Mio. Franken Betriebsgewinn. Valora übergibt Technik, Software und Befüllung seiner k-kiosk-Automaten an Boostbar aus Zürich.

Was passiert ist

Valora hat die Partnerschaft am 7. September bekannt gegeben. Boostbar übernimmt den technischen Betrieb der Automaten, stellt Software und Bedienoberfläche und sorgt für die regelmässige Befüllung. Valora behält die Hoheit über Sortiment und Aktionen. Bestehende Geräte werden auf das Boostbar-System umgestellt.

Es geht um mehrere hundert Automaten, die heute vor allem neben Valora-Standorten wie k kiosk und avec stehen. Verkauft werden Snacks und Getränke, dazu ausgewählte Non-Food-Artikel – Kondome und Schwangerschaftstests laufen laut Valora konstant gut.

Wo das Wachstum herkommen soll

Roger Vogt, CEO von Valora Retail and Food Service, sieht das Potenzial vor allem an Tankstellen. Geplant sind mehrere neue Standorte, besonders mit dem langjährigen Partner volenergy. Starten soll das Konzept an Tankstellen ohne eigenen Shop – dort, wo Reisende heute nichts zu essen finden. Automaten erlauben Valora zudem, ausserhalb der Öffnungszeiten und in weniger städtischen Lagen präsent zu bleiben.

Wer Boostbar ist

Boostbar wurde 2020 in Zürich gegründet, mit dem Ziel, den klassischen Verkaufsautomaten neu zu denken. Heute betreibt und modernisiert die Firma Automaten und Lösungen für unbeaufsichtigten Detailhandel in der Schweiz – von der eigenen Technik und Software bis zum laufenden Betrieb. Valora nennt Boostbar den am schnellsten wachsenden Vending-Anbieter der Schweiz. International wird die Technologie unter dem Namen Boost inc angeboten. Im Juni 2025 schloss das Unternehmen eine Series B über CHF 15 Mio. ab, angeführt von Direttissima Growth Partners.

Unsere Einordnung

Das ist der Deal, von dem Schweizer Startups träumen: kein Pilot mit drei Geräten, sondern eine ganze Flotte auf einen Schlag. Für Boostbar ist das mehr wert als jede Finanzierungsrunde – es ist der Beweis, dass ein Konzern die eigene Infrastruktur einem Startup anvertraut. Referenzen dieser Grösse öffnen Türen im ganzen DACH-Raum.

Interessant ist die Rollenteilung. Valora gibt Technik und Logistik ab, behält aber Sortiment und Marke. Das ist ökonomisch klug und für Boostbar zugleich die Grenze: Man wird zum hochspezialisierten Betreiber im Hintergrund, nicht zum Handelsunternehmen. Wer diese Rolle annimmt, muss sie über Effizienz gewinnen – und daran wird Boostbar gemessen. Der eigentliche Test kommt an den Tankstellen. Automaten neben einem k kiosk sind bequem, Automaten ohne Shop drumherum müssen allein funktionieren. Gelingt das, entsteht ein Netz, das dem Platzhirsch Selecta ernsthaft wehtut.

Zum Startup

Name
Boost inc
Phase
Series B
Letzte Runde
CHF 15 Mio. (Series B, 2025)
Kanton
Zürich
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Quelle: valora.com

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