Zum Inhalt springen
startupnews.ch
← Zurück zu News
FinanzierungVerifiziert

Aylight sammelt EUR 4,5 Mio. für Laser gegen den KI-Engpass

Redaktion·7. Juli 2026·3 Min.
Aylight sammelt EUR 4,5 Mio. für Laser gegen den KI-Engpass
In 30 Sekunden gelesen
  • Pre-Seed über EUR 4,5 Mio., angeführt von Elaia und Swisscom Ventures.
  • Aylight ist ein ETH-Spin-off aus Zürich, gegründet 2025.
  • Ein Chip-Laser erzeugt viele Wellenlängen zugleich und ersetzt Dutzende Einzel-Laser.
  • Zielmarkt: optische Verbindungen in KI-Rechenzentren.

Ein einziger Laser-Chip statt Dutzender Bauteile: Das Zürcher ETH-Spin-off Aylight hat eine Pre-Seed-Runde über 4,5 Millionen Euro abgeschlossen. Das Geld bringt die Technologie vom Forschungsresultat zu ersten Prototypen.

Was passiert ist

Aylight entwickelt chip-basierte Multiwellenlängen-Laser für optische Verbindungen in KI-Rechenzentren. Heute braucht jede optische Verbindung ihren eigenen Laser. Das stösst an Grenzen, sobald Rechenzentren immer mehr Daten zwischen den Chips bewegen. Aylight geht einen anderen Weg. Der Chip erzeugt einen sogenannten Kamm: viele exakt gesetzte Wellenlängen gleichzeitig. So liefert ein Bauteil die Parallelität, für die es bisher Dutzende einzelne Laser brauchte. Die Architektur baut auf der Standard-Halbleiterplattform auf und lässt sich in bestehenden Photonik-Foundries fertigen. Mit dem frischen Kapital baut Aylight erste Prototypen in einer Halbleiter-Foundry und erweitert das Forschungsteam. Aktuell stellt das Startup in mehreren Kern-Rollen ein.

Wer investiert

Die Runde über 4,5 Millionen Euro wird gemeinsam von Elaia und Swisscom Ventures angeführt. Beteiligt sind zudem Verve Ventures und Plug and Play. Pär Lange, Partner bei Swisscom Ventures, nennt Aylight eine einzigartige und elegante Lösung für präzise Laserquellen und sieht eine skalierbare Technologie für den schnell wachsenden Markt der optischen Vernetzung in Rechenzentren. Das Team ist jung: Mitgründerin und CEO Bahareh Marzban sowie Mitgründer und CTO Dmitry Kazakov gründeten Aylight 2025, nach einer Begegnung an einer Photonik-Konferenz Ende 2024.

Warum der Laser zum Nadelöhr wird

Der Laser rückt ins Zentrum der KI-Infrastruktur. Im März 2026 sagte Nvidia vier Milliarden Dollar bei Coherent und Lumentum zu, um sich fortschrittliche Laser und optische Verbindungen für KI-Rechenzentren zu sichern. Das zeigt: Nicht die reine Rechenleistung limitiert den Ausbau, sondern der Transport der Daten zwischen den Chips. Aylights Kamm-Laser kann noch mehr. Er ermöglicht Distanzmessungen mit Auflösung im Mikrometerbereich, feiner als klassisches LiDAR. Das öffnet Anwendungen in der Halbleiter-Inspektion und in der 3D-Sensorik für Industrie und Robotik.

Unsere Einordnung

Das ist eine der spannendsten Deep-Tech-Runden des Sommers. Aylight adressiert kein Nischenproblem, sondern einen der grössten Engpässe beim KI-Ausbau. Dass mit Swisscom Ventures und Elaia zwei erfahrene Investoren gemeinsam anführen, ist ein starkes Signal. Der Haken: Von ersten Prototypen bis zur Serienfertigung in Foundries ist es ein weiter Weg, und die Konkurrenz um Nvidias Gunst ist finanzstark. Doch der Ansatz, die Lichtquelle selbst neu zu denken statt mehr vom Gleichen zu liefern, ist clever. Wenn Aylight die Fertigung in bestehenden Foundries wirklich hinbekommt, hat das Team einen echten Vorsprung. Wir behalten dieses Startup im Auge.

Zum Startup

Name
Aylight
Phase
Pre-Seed
Letzte Runde
EUR 4.5 Mio. (Pre-Seed, 2026)
Kanton
Zürich
Verwandte Themen

Quelle: startupticker.ch

Teilen

Mehr aus der Szene