Zum Inhalt springen
startupnews.ch
← Zurück zu News
Produkt-UpdateVerifiziert

Alentis und PinotBio bauen neue Krebs-Wirkstoffe gegen Claudin-1 – Basler Biotech sichert sich Option auf Linker und Payloads

Redaktion·4. Nov. 2026·3 Min.
Alentis und PinotBio bauen neue Krebs-Wirkstoffe gegen Claudin-1 – Basler Biotech sichert sich Option auf Linker und Payloads
In 30 Sekunden gelesen
  • Alentis Therapeutics (Basel) und PinotBio (Südkorea) haben laut Business-Wire-Mitteilung vom 13. Oktober 2026 eine Forschungs- und Lizenzkooperation für Claudin-1-ADCs vereinbart.
  • Alentis erhält eine exklusive Option, neuartige Linker und/oder Payloads von PinotBio einzulizenzieren.
  • PinotBio erhält eine Vorauszahlung sowie Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren; Beträge nennt die Mitteilung nicht.
  • Alentis' Onkologie-Kandidaten ALE.P02 und ALE.P03 sind in Phase 1/2; ALE.P02 hat den FDA-Fast-Track-Status.

Alentis hat ein Ziel, das viele Konkurrenten noch nicht auf dem Zettel haben: Claudin-1. Jetzt holt sich das Basler Biotech Verstärkung aus Südkorea. Mit PinotBio will es die nächste Generation von Krebs-Wirkstoffen bauen.

Was passiert ist

Alentis Therapeutics und PinotBio haben eine Forschungs- und Lizenzkooperation vereinbart. Die Mitteilung über Business Wire stammt vom 13. Oktober 2026, Fachmedien griffen sie bis Ende Oktober auf. Ziel sind Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs), die an Claudin-1 andocken. Alentis bringt seine Claudin-1-Antikörper ein. PinotBio liefert die Technik, um Antikörper und Gift zu verbinden: Linker und Payloads.

Alentis erhält eine exklusive Option, neue Linker und Payloads von PinotBio einzulizenzieren. PinotBio bekommt eine Vorauszahlung, Meilensteinzahlungen für Entwicklung, Zulassung und Verkauf sowie Lizenzgebühren auf den Nettoumsatz. Zahlen nennt die Mitteilung nicht.

Wer dahintersteht

Alentis ist ein klinisches Biotech mit Sitz in Basel. Es entwickelt Antikörper und ADCs gegen Claudin-1, für Fibrose und Onkologie. Die Wurzeln liegen im Labor von Prof. Thomas Baumert an der Universität Strassburg und am Inserm. Der Leitkandidat Lixudebart läuft in Studien bei Leberfibrose und ANCA-assoziierter Vaskulitis. CSL entwickelt ihn für seltene Nieren- und Lebererkrankungen mit.

In der Onkologie hat Alentis zwei ADC-Kandidaten in Phase 1/2: ALE.P02 mit einem Tubulin-Hemmer als Payload und ALE.P03 mit einem Topoisomerase-I-Hemmer. ALE.P02 hat die FDA-Fast-Track-Einstufung bei bestimmten Claudin-1-positiven Plattenepithelkarzinomen.

PinotBio wurde 2017 gegründet und sitzt in Südkorea. Die Plattform PINOT-ADC kombiniert neue Payloads mit Tandem-spaltbaren Linkern. Vier Programme nutzen sie: CT-P70, CT-P71 und CT-P73 mit Celltrion (alle mit FDA Fast Track) sowie PBX-004 ohne Partner. Als Geldgeber nennt die Mitteilung KB Investment und IMM Investment.

Warum ADCs gerade so gefragt sind

ADCs gelten als Lenkwaffen der Onkologie. Der Antikörper sucht die Krebszelle, der Linker hält das Gift, bis es am Ziel ist. Dabei entscheidet die Kombination: Ein guter Antikörper braucht den passenden Linker und die passende Payload. Genau hier setzt die Kooperation an. Alentis-CEO Mark Pruzanski sagt, Claudin-1 gewinne als Ziel an Anerkennung. PinotBio-CEO Doo Young Jung verweist auf die Flexibilität seiner Plattform. Die Partner hatten nach Unternehmensangaben schon zuvor verschiedene ADC-Designs gemeinsam geprüft.

Unsere Einordnung

Der Schritt ist klug. Alentis hat nach dem Deal mit CSL für Lixudebart ein starkes Standbein und baut jetzt das zweite aus. Eine Option statt einer Vollkauf-Lizenz hält die Kosten tief und das Risiko klein. Wenn die ersten Kombinationen im Labor tragen, kann Alentis zugreifen.

Ehrlich gesagt: Es ist eine frühe Allianz. Es gibt keine Zahlen, keine Studienstarts, keinen Zeitplan. Der Wert zeigt sich erst, wenn ein gemeinsamer Kandidat in die Klinik geht. Als Signal zählt es trotzdem. Basel bleibt ein Ort, an dem Biotechs sich ihre Partner weltweit aussuchen.

Quelle: webull.com

Teilen

Mehr aus der Szene