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Aisot holt CHF 2 Mio. Seed-Extension – ein Ex-Partner von Partners Group steigt ein

Redaktion·15. Aug. 2026·4 Min.
Aisot holt CHF 2 Mio. Seed-Extension – ein Ex-Partner von Partners Group steigt ein
In 30 Sekunden gelesen
  • Aisot Technologies AG aus Zürich hat eine Seed-Extension über CHF 2 Mio. abgeschlossen.
  • Die Runde kommt von bestehenden und neuen Investoren, darunter Family Offices und Business Angels.
  • Neu dabei ist Felix Haldner, früher Partner bei Partners Group und Präsident der SFAMA.
  • Das ETH-Zürich-Spin-off wurde 2021 gegründet und liefert KI-gestützte Portfolio-Intelligenz für institutionelle Investoren.

Zwei Millionen Franken sind im Fintech-Vergleich keine Schlagzeile. Wer die Runde mitgeht, schon.

Was passiert ist

Die Aisot Technologies AG aus Zürich hat am 13. August eine Seed-Extension über CHF 2 Mio. abgeschlossen. Es ist keine neue Rundenstufe, sondern eine Erweiterung der bestehenden Seed-Finanzierung. Das Geld kommt von bestehenden und neuen Investoren, darunter Family Offices und erfahrene Business Angels. Einen klassischen Lead-Investor nennt die Firma nicht.

Aisot ist ein offizielles Spin-off der ETH Zürich, gegründet 2021 und mit Sitz an der Hohlstrasse in Zürich. Frühere Runden: eine Pre-Seed-Runde im März 2021 unter Führung des Zürcher Accelerators F10 und eine Seed-Runde über CHF 1,8 Mio. im Jahr 2023, angeführt von Haute Capital Partners.

Wer investiert

Der Name, auf den es ankommt: Felix Haldner. Der frühere Partner bei Partners Group war zudem Präsident der Swiss Funds & Asset Management Association (SFAMA). Er steigt als neuer Investor ein und wird in der Mitteilung mit einer klaren Erwartung zitiert: Aisot solle Effizienzgewinne in Analyse, Portfoliomanagement und Produktentwicklung bringen, die Modelle sollen Signale über verschiedene Anlagestrategien liefern.

CEO und Mitgründer Stefan Klauser wertet die Runde als Vertrauensbeweis der bestehenden Geldgeber. Das Ziel: Vermögensverwalter in der Schweiz und international dabei unterstützen, KI fundiert und transparent in ihre Anlageprozesse zu holen.

Was die Technologie leistet

Aisot kombiniert quantitative Finanzanalyse, maschinelles Lernen und LLM-basierte Nachrichten-Sentiment-Analyse zu Prognose- und Entscheidungsmodellen, die im institutionellen Betrieb laufen sollen. Grosse Asset Manager sollen damit zusätzliche Signale finden. Kleinere Häuser bekommen Zugang zu Daten-, KI- und Quant-Infrastruktur, ohne sie selbst bauen und betreiben zu müssen.

Genau dieser zweite Punkt ist der interessante. Der Schweizer Markt ist voll von unabhängigen Vermögensverwaltern mit ein paar hundert Millionen unter Verwaltung. Für sie ist ein eigenes Quant-Team nicht finanzierbar. Ein Zukaufmodell schon.

Unsere Einordnung

Eine Seed-Extension ist immer ein zweischneidiges Signal. Sie zeigt, dass die bestehenden Investoren nachlegen. Sie zeigt aber auch, dass die Series A noch nicht so weit ist. Nach fünf Jahren am Markt wäre der nächste logische Schritt eine echte Wachstumsrunde gewesen.

Trotzdem sehen wir hier mehr Substanz als in vielen lauteren Runden. Der Einstieg von Felix Haldner ist kein Finanzticket, sondern ein Türöffner. Wer aus Partners Group und dem SFAMA-Präsidium kommt, kennt die Entscheider in den Schweizer Asset-Management-Häusern persönlich. Genau dort liegt Aisots Engpass: nicht in der Technologie, sondern im Zugang zu konservativen Einkaufsprozessen.

Unsere Meinung: Wenn Aisot diese zwei Millionen konsequent in Vertrieb statt in Modellforschung steckt, ist das die richtige Runde zur richtigen Zeit. KI-Signale bauen inzwischen viele. Wer sie in einen Schweizer Vermögensverwalter hineinbekommt, deutlich weniger.

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Name
Aisot Technologies
Phase
Seed
Letzte Runde
CHF 2 Mio. (Seed-Extension, 2026)
Kanton
Zürich
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Quelle: aisot.com

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