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FinanzierungVerifiziert

Qambria sammelt CHF 2 Mio. für die Brücke zwischen Quanten- und Klassik-Computern

Redaktion·26. Sept. 2026·4 Min.
Qambria sammelt CHF 2 Mio. für die Brücke zwischen Quanten- und Klassik-Computern
In 30 Sekunden gelesen
  • Qambria (Steckborn TG) sammelt CHF 2 Mio. Pre-Seed plus CHF 850'000 von Innosuisse.
  • Die Runde führt Syntropys Frontier Investment Track an, mit Qbeat Ventures, Kensho VC, BC Growth Equity und QAI Ventures.
  • Das 2025 gegründete Start-up baut die klassische Steuerungsschicht, die Quantenprozessoren in Hochleistungsrechner integriert.
  • Gründer Dominik Ulmer leitete zuvor das Swiss National Supercomputing Centre CSCS im Tessin.

Qambria will die Lücke zwischen Quantencomputern und klassischen Rechnern schliessen. Jetzt holt das Thurgauer Start-up dafür frisches Kapital.

Was passiert ist

Qambria aus Steckborn TG hat eine Pre-Seed-Runde über CHF 2 Millionen abgeschlossen. Dazu kommt ein Beitrag von CHF 850'000 von Innosuisse. Das Geld fliesst in den Ausbau der Software, die Quantenprozessoren in normale Hochleistungsrechner einbindet.

Gegründet wurde Qambria 2025 von Dominik Ulmer. Er bringt über 20 Jahre Erfahrung aus dem High-Performance Computing mit, unter anderem bei HPE und Cray. Zuletzt leitete er mehrere Jahre das Swiss National Supercomputing Centre CSCS im Tessin – er kennt die Kundschaft für solche Infrastruktur also aus erster Hand.

Wer investiert

Angeführt wird die Runde vom Frontier Investment Track von Syntropy. Mit dabei sind Qbeat Ventures, Kensho VC, BC Growth Equity und QAI Ventures – ein internationaler Mix aus spezialisierten Investoren und Family Offices. "Rather than manufacturing hardware, Qambria licenses its technology – a capital-efficient path to becoming a critical layer in the quantum computing stack", schreibt das Syntropy-Team in seiner Ankündigung.

Das Problem, das Qambria lösen will

Ein Quantenprozessor arbeitet nicht allein. Er muss geplant, mit Daten gefüttert und laufend in Echtzeit fehlerkorrigiert werden. Bisher lösen Anbieter das mit generischen Bauteilen – das kostet Zeit, Geld und Nerven. Qambria baut stattdessen eine eigene, herstellerunabhängige Software-Schicht. Der Quantenprozessor wird so zum nativen Beschleuniger in einem gewöhnlichen Rechenzentrum, ähnlich wie eine Grafikkarte heute schon Standard ist. Verkauft wird die Technologie per Lizenz, Qambria baut selbst keine Hardware.

Unsere Einordnung

CHF 2 Millionen sind für eine Deeptech-Pre-Seed-Runde ein überschaubarer Betrag – die Positionierung ist trotzdem klug. Statt selbst Quantenchips zu bauen, wettet Qambria auf die Infrastruktur drumherum. Das ist ein Markt, der wächst, sobald die ersten fehlertoleranten Quantencomputer die Labors verlassen. Der Lizenz-Ansatz ist zudem kapitaleffizient und macht das Start-up weniger abhängig von teuren Fertigungsanlagen.

Die grosse Aufgabe liegt jetzt in den Partnerschaften: Qambria braucht die grossen Quantenhardware-Hersteller als Kunden, um wirklich relevant zu werden. Der Leistungsausweis von Dominik Ulmer beim CSCS hilft dabei – er weiss, wie Forschungsinfrastruktur beschafft wird. Ob das reicht, um sich gegen kapitalstärkere US-Anbieter zu behaupten, wird sich zeigen. Ein Start-up, das man im Auge behalten sollte.

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Name
Qambria
Phase
Pre-Seed
Letzte Runde
CHF 2 Mio. (Pre-Seed, 2026)
Kanton
Thurgau
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Quelle: linkedin.com

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