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Finanzierung

FOOD FOUNDERS Studio sammelt EUR 4 Mio. – Zürcher Foodtech-Fabrik baut zwei neue Firmen

Redaktion·4. Okt. 2026·3 Min.
FOOD FOUNDERS Studio sammelt EUR 4 Mio. – Zürcher Foodtech-Fabrik baut zwei neue Firmen
In 30 Sekunden gelesen
  • FOOD FOUNDERS Studio (Zürich) schliesst eine überzeichnete Runde über EUR 4 Mio. (rund USD 4,5 Mio.) ab.
  • Das Geld stammt von Family Offices und Business Angels; Namen nennt die Mitteilung nicht.
  • Damit sollen zwei weitere B2B-Foodtech-Firmen entstehen; für die zweite wird ein CEO gesucht.
  • Erste Gründung ist SentiaNova: Die Firma entzieht Hülsenfrucht-Proteinen störende Geschmacksstoffe.

Zürich bekommt Nachschub für die Foodtech-Szene. Das Venture Studio FOOD FOUNDERS sammelt EUR 4 Mio. ein und will damit zwei weitere Firmen bauen. Das ist ein klares Signal: Auch abseits von Biotech und KI fliesst Kapital in Schweizer Gründerfabriken.

Was passiert ist

FOOD FOUNDERS Studio hat eine überzeichnete Runde über EUR 4 Mio. abgeschlossen, das sind rund USD 4,5 Mio. Das Studio sitzt in Zürich. Gegründet haben es Giacomo Cattaneo (CEO) und Alexandre Morel (CTO). Mit dem frischen Geld baut das Team zwei weitere B2B-Firmen im Bereich Lebensmitteltechnologie. Für die zweite Gründung sucht es noch eine CEO oder einen CEO als Mitgründer. Neu ist auch die Technologiesuche: Neben Hochschulen sollen künftig Startups und die Forschungsabteilungen von Konzernen Ideen liefern.

Wer investiert

Die Mitteilung nennt Family Offices und Business Angels. Namen fehlen. Wir tragen deshalb keine nach. Schon die erste Finanzierung vom September 2025 über CHF 1,2 Mio. kam von privaten Investoren, mit einem Schweizer Family Office als Ankerinvestor. Die Geldgeber bleiben also dem privaten Lager treu. Das passt zu einem Modell, das Geduld braucht.

Wie ein Venture Studio arbeitet

Das Studio startet nicht mit einer Idee, sondern mit einem Problem der Industrie. Dann sucht es die passende Technologie, lizenziert sie und gründet darum eine Firma mit erfahrenen Managern. Der Fokus liegt auf Geschmack, Textur, Preis und Nährwert, vor allem bei Proteinen, Fasern und Fetten. Kapitalintensive Felder wie Fermentation und kultiviertes Fleisch meidet das Studio bewusst. Die erste Gründung heisst SentiaNova, ebenfalls in Zürich. Sie entzieht Hülsenfrucht-Proteinen die störenden Geschmacksstoffe, ohne Hitze oder Dampf. Das Verfahren funktioniert laut Firma bei Erbsen, Ackerbohnen, Kichererbsen, Mungbohnen und Linsen. Kommerzielle Mengen sind für das vierte Quartal 2026 angekündigt. Daria Reisch führt die Firma als CEO. SentiaNova sucht nun Seed-Investoren.

Pflanzenprotein hat ein Geschmacksproblem

Wer pflanzliche Proteine verarbeitet, kennt das Thema: Sie schmecken oft bitter oder erdig. Wer das löst, wird für Lebensmittelhersteller interessant. Genau hier setzt das Studio an. Es will keine Konzerne ersetzen, sondern ihnen Bausteine liefern. Cattaneo sagt, grosse Firmen müssten ihren Vorsprung künftig von aussen holen, wenn er nicht mehr aus der eigenen Forschung kommt. Das ist die Wette hinter der Runde.

Unsere Einordnung

Wir finden den Ansatz klug. Das Studio vermeidet die teuersten Foodtech-Felder und setzt auf Probleme, die Kunden schon heute haben. Das senkt das Risiko. Es hilft auch, dass es nicht auf die nächste Hochschul-Idee wartet, sondern aktiv sucht. Offen bleibt, ob die Firmen nach der Gründung genug Seed-Kapital finden. Hier wird SentiaNova der erste Test. Gelingt ihr der Schritt, hat Zürich eine Foodtech-Fabrik, die man im Auge behalten sollte. Wir bleiben dran.

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Name
FOOD FOUNDERS Studio
Phase
Seed
Letzte Runde
EUR 4 Mio. (Seed, 2026)
Kanton
Zürich
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Quelle: greenqueen.com.hk

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