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Werkstatt Jura: Diese 10 Teams starten im InnoJura Accelerator – 7 davon aus der Schweiz

Redaktion·9. Okt. 2026·5 Min.
Werkstatt Jura: Diese 10 Teams starten im InnoJura Accelerator – 7 davon aus der Schweiz
In 30 Sekunden gelesen
  • Der InnoJura Accelerator 2026 umfasst zehn Teams, sieben davon aus der Schweiz.
  • Programm: Coaching, Gruppensessions und Bootcamps; bis zu CHF 40'000 Sachleistungen ohne Equity.
  • Träger: Kanton Jura und Switzerland Innovation Park Basel Area; Start im Juli 2026.
  • Aktuell werden keine neuen Bewerbungen angenommen.

🏗️ Werkstatt – Jura: Ein Programm bringt junge Industrie-Teams mit Schweizer KMU zusammen – und zehn Startups sind seit Juli dabei.

Der Jura ist kein typischer Startup-Standort. Genau das ist die Idee. Der InnoJura Accelerator will Hardware, Fertigung und Medtech in die Region holen, wo Präzisionsindustrie Tradition hat. Die neue Kohorte steht.

Der Auftrag

Das Programm hilft Industrie-Startups, Partnerschaften mit KMU für Produktion und Innovation aufzubauen. Es richtet sich an Advanced Manufacturing, smarte Industrie- und Automationslösungen sowie Medtech, das feine Fertigung braucht. Träger sind der Kanton Jura und der Switzerland Innovation Park Basel Area. Teams erhalten Coaching, Gruppensessions und Bootcamps zu Geschäftsmodell, Strategie, Pitch und Zusammenarbeit mit KMU. Dazu kommen Vorteile für Firmen, die im Jura sitzen oder dorthin ziehen: Unterstützung bei Umzug und Aufbau, Proof-of-Concept-Support, ein kostenloser Arbeitsplatz auf dem Jura Campus und lokale Mentoren. Der Wert liegt bei bis zu CHF 40'000 in Sachleistungen, ohne dass Anteile abgegeben werden. Bis zu 18 Monate individuelles Coaching sind möglich.

Die Kohorte 2026

Aus dem Jura selbst kommen Mikram aus Courrendlin, ein kompakter mikrometrischer Metalldrucker (LPBF) und Ausgründung von AdTime, sowie Aìma Innovation aus Porrentruy, ein metabolischer Co-Pilot für Ausdauersportler, der Glukose, Herzfrequenzvariabilität und Schlaf verbindet. Neodustria aus Courroux baut eine souveräne europäische Plattform für industrielle Intelligenz und Physiksimulation. Axxios Technology aus Enges im Kanton Neuenburg reduziert Vibrationen in mechanischen Komponenten.

Aus der Westschweiz und Basel stossen drei weitere Schweizer Teams dazu: Orentir vom EPFL Innovation Park in Lausanne entwickelt datenbasierte Werkzeuge gegen Nachfolgerisiken in KMU. Poerava aus Lausanne macht Lean-Methoden für KMU zugänglich. ShamsAI vom SIP NVS Campus in Basel verwandelt mit Conceptify Organisationswissen in wiederverwendbare Wissensanwendungen.

Drei Teams kommen aus dem Ausland: Neurobotix Technologies aus Doha (Katar) mit Robotik und KI für neuroendovaskuläre Eingriffe, Pentacore Technologies aus Nürtingen (Deutschland) mit Gesundheitstechnik auf Basis präziser Daten und KI sowie StorkMind aus Mulhouse (Frankreich) mit lokaler, modularer Industrie-KI für KMU.

Unsere Einordnung

Wir finden den Ansatz richtig. Der Jura hat die Fertigungskompetenz, die viele Hardware-Startups in Zürich oder Lausanne nicht finden. Das Programm koppelt Startups direkt an KMU, statt nur Pitch-Training zu liefern. Auffällig ist der Mix: Neben Hardware stehen mehrere Software- und KI-Teams für KMU-Probleme wie Nachfolge und Lean. Das passt, denn KMU sind die Kunden. Ein Wermutstropfen: Aktuell nimmt das Programm keine Bewerbungen an. Wer interessiert ist, muss das Team direkt kontaktieren. Der Beweis steht noch aus. Entscheidend ist, ob am Ende echte Pilotprojekte und Arbeitsplätze im Jura entstehen. Wir schauen in einigen Monaten wieder hin.

Quelle: baselarea.swiss

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