UniSieve sammelt USD 9 Mio. in Series A – Zürcher Membran-Team will Gase ohne Hitze trennen

- UniSieve AG (Zürich) schliesst am 8. Oktober 2026 eine Series A über USD 9 Mio. ab.
- Lead ist der Orano Venture Fund (verwaltet von Supernova Invest); dabei sind Amadeus APEX Technology Fund, Founderful, Zürcher Kantonalbank und Guenat Holding.
- Gesamtfinanzierung bisher: USD 25 Mio.; gegründet 2018.
- Technologie: hybride Membranen, die thermische Trennverfahren ersetzen sollen.
Gase trennen, ohne sie zu erhitzen: Das ist die Wette von UniSieve. Das Zürcher Deeptech-Team holt dafür USD 9 Mio. in einer Series A. Das ist ein starkes Signal für die Schweizer Climate-Tech-Szene.
Was passiert ist
Die UniSieve AG meldet am 8. Oktober 2026 eine Series A über USD 9 Millionen. Insgesamt hat die Firma damit USD 25 Millionen eingesammelt. Gegründet wurde sie 2018. Das frische Kapital soll die Technologie in bestehenden Märkten skalieren und neue industrielle Anwendungen erschliessen. CEO Samuel Hess sagt, man könne sich nun auf die Umsetzung konzentrieren. Das klingt nüchtern. Genau das ist nach der Technologie-Validierung der richtige Ton.
Wer investiert
Angeführt wird die Runde vom Orano Venture Fund, den Supernova Invest managt. Mit dabei sind der Amadeus APEX Technology Fund, Founderful, die Zürcher Kantonalbank und Guenat Holding, neue wie bestehende Investoren. Wolfgang Neubert von APEX Ventures sagt, UniSieve sei von Pilotanlagen zu grösseren Systemen mit zahlenden Kunden gekommen. Namen von Kunden nennt die Firma nicht. Das ist üblich in dieser Phase, bleibt aber ein Punkt, den wir im Auge behalten.
Warum Membranen den Unterschied machen können
Viele Industrieprozesse trennen Gase thermisch. Das frisst Energie. UniSieve setzt auf eine neue Klasse hybrider Membranen. Sie sollen die energieintensive thermische Trennung durch kompakte, einfachere Systeme ersetzen. Laut der Firma ist das schwierigste Problem gelöst: die verlässliche Herstellung im industriellen Massstab. Reif für den Markt ist die Technik nach eigenen Angaben in zwei Anwendungen, bei Olefinen und bei der CO2-Abscheidung an Punktquellen. Beide gelten als wiederholbar gefertigt und im Feld getestet.
Unsere Einordnung
Das ist die Art Deeptech, die die Schweiz braucht. Keine Hype-Story, sondern ein Produkt, das Industrie-Energie spart. Wir finden die Investorenmischung klug: Fonds mit Industrienähe, ein Tech-VC und eine Regionalbank. Das zeigt, dass Zürcher Kapital Deeptech wieder ernst nimmt. Die Messlatte ist jetzt klar. UniSieve muss aus Pilotkunden Serienkunden machen und die Fertigung stabil halten. Gelingt das, wird aus einem Labor-Erfolg ein Industriestandard. Wir drücken die Daumen.
Zum Startup
- Name
- UniSieve
- Phase
- Series A
- Letzte Runde
- USD 9 Mio. (Series A, 2026)
- Kanton
- Zürich
Quelle: unisieve.com
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