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Porträt

Porträt: Wie Baio Labs an der EPFL mit KI neue Wirkstoffe in Sekunden entwirft

Redaktion·7. Okt. 2026·4 Min.
Porträt: Wie Baio Labs an der EPFL mit KI neue Wirkstoffe in Sekunden entwirft
In 30 Sekunden gelesen
  • Baio Labs ist ein EPFL-Spin-off im EPFL Innovation Park in Ecublens (VD).
  • Die Plattform Drugon entwirft mit 3D-Diffusionsmodellen neue kleine Moleküle für ein Zielprotein.
  • Venture Kick förderte Baio in Stufe 2 mit CHF 40'000 (Meldung vom 23. Februar 2026).
  • Gründer sind die EPFL-Doktoranden Ilia Igashov (CEO) und Arne Schneuing (CTO).

🔎 Porträt – Waadt: Neue Medikamente brauchen Jahre, bevor sie überhaupt in die Klinik kommen. Zwei EPFL-Doktoranden wollen den ersten Schritt auf Sekunden kürzen.

Am Anfang jeder Arznei steht ein Molekül, das an ein Zielprotein bindet. Es zu finden, ist mühsam. Baio Labs aus dem EPFL Innovation Park dreht den Ansatz um: Die Software entwirft das passende Molekül direkt.

Was die Firma macht

Baio Labs Sàrl entwickelt Software für die frühe Wirkstoffsuche. Die Plattform heisst Drugon. Sie nutzt 3D-Diffusionsmodelle, eine Form generativer KI. Medizinalchemiker sollen damit neue kleine Moleküle entwerfen und prüfen. Die Idee: nicht mehr Bibliotheken bestehender Stoffe durchsuchen, sondern neue Moleküle gezielt erzeugen.

Die Geschichte

Gegründet wurde Baio Labs 2025. Hinter der Firma stehen zwei EPFL-Doktoranden: Ilia Igashov als CEO und Arne Schneuing als CTO. Beide haben die Technologie in der Forschung entwickelt. Sitz ist der EPFL Innovation Park in Ecublens im Kanton Waadt. Die Firma gehört zum Umfeld von Venture Kick und Venture Leaders Biotech.

Venture Kick hat Baio in Stufe 2 mit CHF 40'000 unterstützt. Die Meldung stammt vom 23. Februar 2026. Das Team sagt, die Förderung habe geholfen, vom Forschungsprojekt zum Unternehmen zu werden. Stufe 2 soll den Schritt von validierter Technologie zum skalierbaren Produkt beschleunigen.

Produkt & Technologie

Drugon liest die dreidimensionale Struktur eines Zielproteins. Daraus erzeugt die Software Kandidaten, die in die Bindungstasche passen. Klassisch dauert eine solche Kampagne mehrere Jahre und kann laut Branchenprofil bis zu USD 10 Millionen kosten. Baio verspricht Kandidaten in Sekunden. Entscheidend ist aber nicht die Geschwindigkeit des Entwurfs, sondern die Trefferquote im Labor. Darum will das Team Entwurf, Synthese und experimentelle Prüfung in einem System verbinden.

Markt & Wettbewerb

Das Umfeld ist dicht. Weltweit arbeiten viele Firmen an KI-gestützter Wirkstoffsuche. Zielkunden sind Pharmafirmen, die den Start ihrer Projekte beschleunigen wollen. Für eine Schweizer Firma ist das ein gutes Pflaster: Basel und die Westschweiz haben Pharmakonzerne und Biotechs in nächster Nähe.

Unsere Einordnung

Wir finden Baio spannend, weil das Team aus der Forschung kommt und das Produkt klar benennt. Jetzt braucht es das Wichtigste: einen Pharmapartner, der Drugon an einem echten Projekt testet. Ohne Kundendaten bleibt jede KI-Wirkstoffsuche ein Versprechen. Mit CHF 40'000 aus Stufe 2 ist das Team noch am Anfang. Der nächste Schritt sind Eigenkapitalgeber, und die Gründer sagen selbst, dass sie darauf hinarbeiten. Wer in Schweizer KI-Biotech investieren will, sollte hier genau hinschauen.

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Name
Baio Labs
Phase
Pre-Seed
Kanton
Waadt
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Quelle: venturekick.ch

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