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Kurz gemeldet: Swiss Future Award für Droople und CellX, Kwiiz fordert Kahoot heraus

Redaktion·15. Okt. 2026·3 Min.
Kurz gemeldet: Swiss Future Award für Droople und CellX, Kwiiz fordert Kahoot heraus
In 30 Sekunden gelesen
  • Der Swiss Future Award 2026 wurde am 8. Oktober vergeben; Innovation- und Environment-Award sind mit je CHF 25'000 plus Impact Coaching dotiert.
  • Droople gewann in der Kategorie Innovation, CellX Biosolutions in der Kategorie Environment, den Publikumspreis holte Symactiv.
  • Kwiiz ist eine in Biel entwickelte Quiz-Plattform für Schulen, ausgerichtet auf Schweizer Lehrpläne und gehostet in Genf.
  • Kwiiz ist gratis nutzbar, die Pro-Version kostet CHF 4.90 pro Monat.

Zwei kurze Meldungen aus der Szene: ein Preis für zwei Firmen, die echte Probleme lösen, und ein Startup aus Biel, das Schulen eine Schweizer Antwort auf Kahoot gibt.

Swiss Future Award: Droople und CellX gewinnen

Der Swiss Future Award hat am 8. Oktober 2026 seine Gewinner gekürt. Der Innovation Award und der Environment Award sind mit je CHF 25'000 plus Impact Coaching dotiert. Für den Publikumspreis stimmte die Öffentlichkeit unter den zehn Finalisten ab; der Sieger erhält ein massgeschneidertes Coaching.

Den Innovation Award holt Droople. Die Schweizer Firma bietet eine IoT- und KI-Plattform für Wasser: Nachrüstbare Sensoren messen Durchfluss, Temperatur und Druck, ein Gerät am Rand leitet die Daten in die Cloud. Nach eigenen Angaben hat Droople über 5000 Einheiten verkauft, mehr als 150 Kunden in 30 Ländern und über 100 Milliarden Wasser-Assets digitalisiert. Das sind Selbstangaben.

Den Environment Award gewinnt CellX Biosolutions aus Zürich. Der ETH-Spin-off nutzt Bakterien, die Ewigkeitschemikalien (PFAS) in Abwasser und Boden abbauen. Erst im Juli meldete die Firma acht Pilotprojekte. Den Publikumspreis holte Symactiv.

Kwiiz: Quiz-Plattform aus Biel für Schweizer Schulen

Kwiiz versteht sich als „Schweizer Alternative zu Kahoot“. Entwickelt wurde die Plattform in Biel von zwei Lehrern aus der Romandie. Sie ist auf den Plan d'études romand sowie auf Gymnasium, ECG und Berufsbildung ausgerichtet. Gehostet wird in Genf bei Infomaniak. Schülerinnen und Schüler brauchen keinen Account.

Das Angebot: neun Fragetypen, Karteikarten, Live-Sitzungen per Code, Berichte für Lehrpersonen und der Import von PDF, Word oder Kahoot-Quizzen. Für die Erstellung von Inhalten setzt Kwiiz auf Apertus, ein Schweizer KI-Modell. Die Gratisversion erlaubt drei Live-Sitzungen pro Monat, die Pro-Version kostet CHF 4.90 pro Monat oder CHF 59 pro Jahr. Auf der Website nennt die Firma rund 470 Nutzende und über 8000 gespielte Spiele.

Unsere Einordnung

Beide Meldungen zeigen: Schweizer Startups gewinnen mit Nischen, die man ernst nehmen muss. Droople und CellX gehen Probleme an, die Kommunen und Industrie heute schon Geld kosten. Der Preis hilft vor allem mit dem Coaching, nicht mit den CHF 25'000.

Kwiiz ist klein, aber klug gedacht. Schweizer Hosting, Schweizer Lehrpläne und ein tiefer Preis sind genau das, was Schulen beim Datenschutz suchen. Die grösste Hürde bleibt die Gewohnheit: Wer Kahoot kennt, wechselt nur, wenn der Umstieg gelingt. Der Import von Kahoot-Quizzen ist deshalb der richtige Schachzug.

Quelle: swissfutureaward.ch

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