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Kurz gemeldet: Dufour Aerospace und GlycoEra holen neue Köpfe in die Chefetage

Redaktion·5. Okt. 2026·3 Min.
Kurz gemeldet: Dufour Aerospace und GlycoEra holen neue Köpfe in die Chefetage
In 30 Sekunden gelesen
  • Dufour Aerospace: Timon Wehmann wird am 28. September 2026 Co-CEO für Vision & Produkte, bleibt aber Chief Engineer.
  • Sascha Hardegger führt Dufour als Co-CEO für Operations und konzentriert sich auf Umsetzung und Geschäftsentwicklung.
  • GlycoEra: Andrea Matthews wird Chief Business Officer. Sie war zuletzt CBO bei Astria Therapeutics, das für USD 920 Mio. übernommen wurde.
  • GlycoEra entwickelt Protein-Degrader gegen Autoimmunerkrankungen und sitzt in Wädenswil.

Zwei Schweizer Startups, zwei Personalien, ein Muster: Wer wächst, verteilt Verantwortung neu. Hier die Details.

Dufour Aerospace: Doppelspitze statt Alleinherrschaft

Dufour Aerospace hat am 28. September 2026 Timon Wehmann zum Co-CEO für Vision und Produkte ernannt. Wehmann ist seit über sechs Jahren in einer zentralen technischen Rolle bei Dufour und bleibt Chief Engineer. Sascha Hardegger ist neu Co-CEO für Operations und konzentriert sich auf Umsetzung und Geschäftsentwicklung.

Die Firma begründet das mit ihrer Ausrichtung. Dufour will mehr sein als ein Flugzeugbauer und nennt sich selbst die skalierbare Betriebsschicht für automatisierte Luftlogistik: Flugzeug, Software und operative Infrastruktur aus einer Hand. Die Aufteilung gebe beiden Seiten klare Verantwortung und halte technische Richtung und Umsetzung eng zusammen.

GlycoEra: Dealmaker fürs Business Development

GlycoEra hat am 16. September 2026 Andrea Matthews als Chief Business Officer angekündigt. Sie bringt über 20 Jahre Biotech-Erfahrung mit. Zuletzt war sie CBO bei Astria Therapeutics und begleitete dort die Übernahme durch BioCryst Pharmaceuticals für USD 920 Mio. Davor arbeitete sie bei Catabasis Pharmaceuticals und beim Biomarker-Spezialisten Selventa. Nach Firmenangaben hat sie über USD 700 Mio. an Kapital beschafft, darunter einen Börsengang, und dazu Übernahmen und Lizenzdeals begleitet. Sie hat einen MBA vom MIT Sloan.

GlycoEra entwickelt Protein-Degrader gegen Autoimmunerkrankungen. Die Firma nutzt Glykoengineering, um krankheitsverursachende, im Blut zirkulierende Proteine gezielt abzubauen. Hauptsitz ist Wädenswil, dazu kommt ein Standort in Newton, Massachusetts.

Unsere Einordnung

Beide Meldungen zeigen dasselbe: Die Technik steht, jetzt geht es ums Geschäft. Bei Dufour ist die Doppelspitze klug, solange sie klar geschnitten ist. Ein Chief Engineer, der zugleich Produktvisionär ist, verhindert, dass Technik und Strategie auseinanderlaufen. Das Risiko ist bekannt: Zwei Chefs brauchen klare Regeln, wer im Konfliktfall entscheidet. Dazu sagt die Mitteilung nichts.

Bei GlycoEra ist die Personalie ein starkes Signal. Eine CBO mit Exit-Erfahrung auf USD-920-Mio.-Niveau holt man nicht für die Buchhaltung. Man holt sie für Partnerschaften mit Pharmakonzernen. Das ist für ein Schweizer Biotech der übliche und richtige Weg: Pipeline bauen, dann Partner suchen. Wir sind gespannt, ob daraus bald ein Deal wird.

Quelle: dufour.aero

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