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Förder-Ticker KW 43: Genf fördert vier Deeptech-Projekte mit CHF 300'000

Redaktion·25. Okt. 2026·3 Min.
Förder-Ticker KW 43: Genf fördert vier Deeptech-Projekte mit CHF 300'000
In 30 Sekunden gelesen
  • Der Genfer Fonds FIF unterstützt vier Projekte aus Genfer Hochschulen und Forschungsinstituten mit insgesamt CHF 300'000.
  • dEEGtal (KI für EEG-Analyse bei Epilepsie) und S-SENTIA (Sensorchips, Uni-Genf-Spin-off) erhalten je CHF 100'000 FIF Seed Tech.
  • Pixels Métallurgiques (Laser-Dekor für Uhren) und Juturna Bio (EPFL-Spin-off, Alzheimer) erhalten je CHF 50'000 FIF Grant.
  • Die nächste Bewerbungsfrist des FIF läuft am 4. November ab.

Genf legt nach. Der Innovationsfonds FIF hat diese Woche vier Projekte aus Hochschulen und Forschung mit zusammen CHF 300'000 gestützt. Zwei davon bekommen je CHF 100'000, zwei je CHF 50'000. Das Spektrum reicht von Epilepsie-Diagnose bis zu Uhrendekor.

Die vier Projekte im Überblick

dEEGtal: CHF 100'000 (FIF Seed Tech)

dEEGtal entwickelt KI-Software, die EEG-Aufnahmen analysiert und so eine genauere Epilepsie-Diagnose unterstützen soll. Das gilt auch für Fälle ohne sichtbare epileptische Entladungen zwischen den Anfällen. Das Team sitzt am Wyss Center auf dem Campus Biotech in Genf und baut auf Forschung der Universitätsspitäler HUG auf. Schon 2022 gab es einen FIF Grant. Das neue Geld geht in Zulassungsarbeit, den ersten Schritt in den US-Markt und Vertriebspartner.

S-SENTIA: CHF 100'000 (FIF Seed Tech)

S-SENTIA ist ein Spin-off der Universität Genf. Es baut Halbleiter-Sensorchips, die schwache und schnelle Signale erfassen. Denkbar sind 3D-Sicht für Robotik und autonome Mobilität, medizinische Bildgebung und Strahlungsdetektion. 2025 erhielt das Team einen FIF Grant und ist Teil des Programms CERN Venture Connect. Das Geld soll Chipentwicklung und Industrialisierung vorantreiben.

Pixels Métallurgiques: CHF 50'000 (FIF Grant)

Das Projekt stammt aus dem Laboratoire de Technologie Avancée, einer Zusammenarbeit von Universität Genf und HES-SO Genève. Ein Laserverfahren verschmilzt feines Pulver mit Metall und erzeugt so Dekor und Finish für die Uhrmacherei. Es soll die Oberflächenschäden vermeiden, die klassische Lasergravur verursachen kann. Mit dem Grant kauft das Team eigene Laser-Ausrüstung, um Richtung Serienfertigung zu kommen.

Juturna Bio: CHF 50'000 (FIF Grant)

Juturna Bio ist ein EPFL-Spin-off auf dem Campus Biotech. Das Team will mit epigenetischer Reprogrammierung alternde Hirnzellen wiederherstellen. Dabei werden chemische Markierungen an der DNA zurückgesetzt, ohne den genetischen Code zu verändern. Erstes Ziel ist Alzheimer. Der Grant finanziert einen Übersetzungs-Nachweis, ob Laborbefunde den Weg zu Therapien finden können.

So funktioniert der FIF

Der Fonds kennt drei Stufen: FIF Grant bis CHF 50'000, FIF Seed bis CHF 100'000 und FIF Growth bis CHF 400'000. Unterstützt werden Innovationen der Universität Genf, der Fachhochschulen und Genfer Forschungsinstitute inklusive CERN sowie im Handelsregister des Kantons eingetragene Firmen. Getragen wird er unter anderem vom Staat Genf und von FONGIT. Die nächste Bewerbungsfrist endet am 4. November.

Unsere Einordnung

Kleine Beträge, grosse Wirkung: CHF 50'000 bis 100'000 reichen nicht für eine Serienproduktion. Sie reichen aber, um den ersten teuren Beweis zu liefern, ob Geschäft oder Forschung trägt. Genau diese Lücke zwischen Labor und erstem Investor schliesst der FIF. Besonders spannend finden wir, dass dEEGtal und S-SENTIA schon zum zweiten Mal gefördert werden. Das zeigt: Der Fonds begleitet Teams über mehrere Stufen. Genf baut hier sichtbar eine Pipeline vom Hochschullabor zum Startup.

Quelle: fongit.ch

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